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Frischer Wind in Krummhörner Touristik Buserath will Dörfer touristisch entwickeln

„Wir können ganz viel“: Benjamin Buserath in seinem Pewsumer Büro mit Campener Leuchtturm.

„Wir können ganz viel“: Benjamin Buserath in seinem Pewsumer Büro mit Campener Leuchtturm.

Axel Pries

Pewsum - Der Campener Leuchtturm an der Wand im Büro trägt noch die verwaschene Farbe, die längst erneuert worden ist. Das Bild könnte ausgetauscht werden, denn auch der Mann hinter dem Schreibtisch wirkt, als ob er frischen Wind nach Pewsum mitbringt. Benjamin Buserath hat am Montag sein Amt als neuer Geschäftsführer der Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel angetreten: ein gut gelaunter 38-Jähriger, der Energie ausstrahlt und sich selbst als „Vollbluttouristiker“ beschreibt. Wohl nicht zu Unrecht, denn die Vita des neuen Geschäftsführers hat viel mit Tourismus zu tun, und in die Krummhörn bringt der Esenser auch eigene Vorstellungen davon mit.

Große Authentizität

Die Krummhörn, „das ist eine der spannendsten Ferienregionen der Nordsee“, fasst Benjamin Buserath zusammen, wie er sein neues Aufgabengebiet sieht. Denn die Gemeinde bringe große Authentizität mit: „So stellt man sich Ostfriesland vor.“ Womit der neue Geschäftsführer auch schon einen Schwerpunkt beschreibt, den er angehen will: die Dörfer stärker in den Fokus zu rücken. „Solch schöne Dorfbilder findet man nicht oft.“ Sie könnten neben Greetsiel zu neuen Zielen für Urlauber werden, die sich im Laufe der Zeit auch gewandelt hätten. Denn die Gäste seien mit Fahrrädern und Pedelecs mobiler geworden. Für Radtourismus sei die Krummhörn „geradezu optimal“. So könnte ein Ziel sein, spinnt er den Faden dieser Idee weiter, in den Dörfern verstärkt Anlaufpunkte und Attraktionen zu schaffen und die im Angebot zu vernetzen. „Die Frage ist, was wir in jedem Dorf herausarbeiten können, dass es Strahlkraft bekommt.“

Offen für neue Ideen

Die Vita

Der gelernte Reisekaufmann Benjamin Buserath stammt gebürtig aus Nordrhein-Westfalen, lebt aber bereits seit 1997 in Ostfriesland. In dem Beruf hat er anfangs für die TUI gearbeitet und nebenbei Betriebswirtschaft studiert.

In Bensersiel arbeitete er dann als Marketingleiter der Kurverwaltung, ehe er für kurze Zeit die Tourismusbranche verließ und in Aurich in die Lebensmittelindustrie einstieg. Aber er stellte fest: „Für mich gilt: einmal Touristik, immer Touristik“.

In Wilhelmshaven war er ein paar Jahre lang Leiter des touristischen Marketings. Dort sei es sehr schön gewesen, aber: „Es kribbelte, ich wollte noch mehr.“ So bewarb er sich für die vakante Stelle des Geschäftsführers in der Krummhörn.

Der 38-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Esens.

Da seien Ideen gefragt – und Menschen, die sie umsetzen. „Ich bin für Ideen offen“, sagt der Geschäftsführer. Im Rahmen seiner Möglichkeiten werde er jede Innovation unterstützen, die die Krummhörn noch vielfältiger macht.

Nach außen sei seine Aufgabe natürlich auch, die „Marke Krummhörn“ herauszuarbeiten und deutschlandweit bekannter zu machen. Bei dem Punkt Werbung und Präsentation wünscht Benjamin Buserath sich verstärkte Zusammenarbeit mit den anderen ostfriesischen Urlaubsorten nach dem Vorbild anderer Tourismus-Regionen. „Die Zeit des Kirchturmdenkens ist vorbei.“

Zunächst aber sieht er eine ganz praktische Aufgabe vor sich: die Digitalisierung der Organisation in der Krummhörner Touristik voranzubringen. „Da gibt es einiges zu tun.“ Zudem wolle er nun erst Kontakte zu den „Leistungsträgern“ in der Gemeinde herstellen. Er sei sich im Klaren, dass er seine Vorstellungen nicht allein, sondern nur in Zusammenarbeit aller Ebenen und Einrichtungen umsetzen könne: Wirtschaft, Politik, Verwaltung. Aber dann habe die Gemeinde auch einiges zu bieten: „Wir können ganz viel, wenn wir an einem Strang ziehen.“

Axel Pries
Axel Pries Ostfriesland-Redaktion/Leer
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