Hinte - Der vereinseigene Wintercup hat dem TuS Eintracht Hinte gleich zwei Endspiele beschert. Nachdem die Mannschaft von Trainer Matthias Voss nach einer kurzfristigen Absage von Frisia Loga fürs Halbfinale am Sonnabend eingesprungen war und sich prompt mit 7:0 gegen die Nachbarn aus Suurhusen durchsetzte, steht sie nun im Finale des Vorbereitungs-Turniers. Kurios: Da die Hinteraner zu Beginn des Allianz-Peters-Wintercups schwächelten, müssen sie am Dienstagabend ebenfalls um Platz 5 spielen. Das Halbfinale zwischen Hinte und Suurhusen hatte unterdessen noch ein kleines digitales Nachspiel. Offenbar ein Eintracht-Anhänger hatte nach dem Kantersieg per Kurznachrichtendienst gestänkert und ein satirisches Bild (im Internet Meme genannt) veröffentlicht. Dabei posierte ein Mann, dessen Kopf durch das Hinteraner Vereinslogo ersetzt worden war, vor dem Grab der Concordia. Botschaft: Hinte hat Suurhusen auf dem Fußballplatz regelrecht beerdigt. Darüber wiederum regten sich ein paar Suurhuser auf und gratulierten ihren „geschmacklosen Freunden vom TuS Hinte“ zum „verdienten“ Einzug ins Finale. Der Schlagabtausch im Netz entpuppte sich allerdings als Sturm im Wasserglas. Schon am späten Abend war alles geklärt - zumindest zwischen den Offiziellen. „Das Bild kam nicht vom Verein, sondern von einem Zuschauer. Das gehört sich nicht und ist arg falsch. Marcel Ackmann und ich haben am Abend geschrieben - für mich und ihn ist das aus der Welt“, sagte Voss. Und sein Trainer-Kollege Marcel Ackmann bestätigte: „Wir haben ja eigentlich ein super Verhältnis.“ Die Stichelei aus Hinte hatte bei seinen Spielern aber einen Nerv getroffen, weil man „Hinte ja eigentlich vor einer Woche mit 5:1 aus dem Turnier geworfen hatte“.
Hinte - Suurhusen 7:0
Nach dem 1:5 im Gruppenspiel, gestaltete der TuS Hinte die Partie diesmal anders. Die erste Halbzeit war noch relativ ausgeglichen. Allerdings hatte Hinte hier schon die besseren Chancen. Das Fehlen des verletzten Torjägers David Kloos machte sich bei Suurhusen doch bemerkbar. Lediglich eine Möglichkeit durch Jona Kahrels konnten die Concorden verbuchen (28.). Nach einem schönen Solo des überragenden Joergen Klingenberg mit einem überlegten Schuss zum 1:0 (33.) ging es in die verdiente Pause. Nach dem Wechsel spielten sich die Hinteraner in einen Rausch. Sie wirkten jetzt wesentlich spritziger und zweikampfstärker als ihr Gegner. Und immer wieder war Klingenberg beteiligt. Nach einem Konter über die rechte Seite spielte er in die Mitte auf Patrick Poppen, der zum 2:0 einschob (60.). Wiederum Klingenberg markierte das 3:0 (62.). Suurhusen hatte kaum Zeit zum Luftholen. Klingenberg erkämpfte sich das Leder, spielte vors Tor und Kiefel traf per Kopf zum 4:0 (66.). Von den Concorden kam kaum noch Gegenwehr. Und Hinte hatte Lust aufs Toreschießen. Es rollte Angriff auf Angriff Richtung Concorden-Tor. Poppen nutzte einen Torwartfehler und markierte das 5:0 (75.). Kiefel mit toller Ballannahme nach langem Zuspiel erhöhte mit einem satten Schuss auf 6:0 (83.). Den Schlusspunkt setzte wieder Klingenberg, dessen Spurts kaum zu stoppen waren, mit dem 7:0 (84.).
Loquard - Moordorft 6:5 i.E.
Der FC Loquard setzte sich im zweiten Halbfinale mit 6:5 im Elfmeterschießen gegen Ostfrisia Moordorf durch. Beide Mannschaften zeigten eine gute Partie. Von Beginn an machten die Krummhörner Druck und nutzten gleich die erste Chance zur 1:0-Führung. Eine scharfe Flanke vor das Moordorfer Tor nutzte Siebo Lübbers und schloss eiskalt ab (10.). Beide Teams ließen den Ball gut durch ihre Reihen laufen, scheiterten aber auf beiden Seiten immer wieder an den guten Abwehrreihen. Nach dem Wechsel ein offener Schlagabtausch. Die Ostfrisia drängte auf den Ausgleich. Der FCL trug seine Angriffe ebenso gut vor. Ein Foulspiel im Moordorfer Strafraum und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tobias Frerichs eiskalt zur 2:0-Führung für die Krummhörner (69.). Die Moordorfer gaben sich aber keineswegs geschlagen, und bereits zwei Minuten später erzielte Andreas Buse den Anschlusstreffer zum 2:1 (71.). Jetzt drängte Moordorf auf den Ausgleich - und bekam auch einen Elfmeter zugesprochen. Marcel Schütte lief an und netzte zum 2:2 ein (75.). Beide Teams spielten weiter auf Angriff, aber Tore wollten keine mehr fallen. Im Elfmeterschießen hatten die Loquarder die besseren Nerven.
