Emden - Die B-Junioren des BSV Kickers Emden stehen vor dem Saisonstart in der Niedersachsenliga. Insgesamt 13 Auswärtsspiele müssen absolviert werden. Das sind sieben mehr als in der vergangenen Saison. Sieben Fahrten, dies bedeutet auch mehr Kosten.
Im vergangenen Jahr waren es aufgrund der Staffeleinteilung nur sechs Auswärtspartien. Der größte Kostenpunkt sind jetzt vor allem die weiten Anfahrten. Gleich drei Spiele finden bei den Ligakonkurrenten aus Braunschweig statt. Hinzu kommen unter anderem Spiele in Düsseldorf und Göttingen. „Alleine bis Winter sind wir aktuell bei Fahrtkosten in Höhe von 7445 Euro“, sagte Kassenwartin Manuela Seewald im Gespräch mit unserer Sportredaktion.
Insgesamt liegen die Anfahrtskosten zu allen Auswärtsspielen bei rund 12.000 Euro. In der vergangenen Saison waren es nur 3000 Euro. Seewald versendete zuletzt zahlreiche E-Mails an sämtliche Busunternehmen und holte Kostenvoranschläge ein.
Aber kann die U17 des BSV Kickers Emden die nun – im Vergleich zur vergangenen Saison – wesentlich höheren Kosten stemmen? Auf diese Frage hat Trainer Timo Reitmeyer eine Antwort: „Natürlich ist es schwierig, aber wir haben über den Verein einiges geregelt. Die nicht so weit entfernten Fahrten nach Cloppenburg, Meppen und Nordhorn werden wir mit dem Bully machen.“ Aber reicht das um in Sachen Kosten für Entlastung zu Sorgen?
Fahrten mit dem Bully
Bei weitem nicht. Das ist auch Reitmeyer bewusst, der in den letzten Wochen viele Gespräche und Telefonate mit potenziellen Geldgebern führte. „Alle anderen Kosten übernehmen Sponsoren, die aber zum größten Teil anonym bleiben möchten“, versicherte Reitmeyer, der einen Großsponsor dann doch noch Preis gab. „Die Firma Indutec übernimmt einen großen Part.“ Dieser Betrieb mit Sitz in Emden entwickelt Wartungs- und Instandhaltungskonzepte für technische Anlagen.
Auch richtet Reitmeyer seinen Blick auf alternative Transportmittel für die Anreise zu den Auswärtsspielen. „Wir könnten mit der Bahn zu dem einen oder anderen Spiel fahren. Gerade wenn das Neun-Euro-Ticket verlängert werden sollte, wäre das eine gute Option.“ Allerdings, das sagte der B-Jugend-Trainer auch, müsse man dann schauen, wie weit der jeweilige Sportplatz vom Bahnhof entfernt liegt. Wenn weitere Verkehrsmittel in Anspruch genommen werden müssten, würde sich diese Lösung auch nicht rentieren. Gerade deswegen baut Reitmeyer auf die Unterstützung der Sponsoren. „Und wenn es nur ein Hunnie wäre. Wir sind froh, wenn wir diese Unterstützung erhalten.“ Nach Reitmeyer seien Sponsoren im Jugendbereich auch leichter zu finden, da der Nachwuchs häufiger ein größeres Gehör findet.
