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Unmut in Stadtteil von Emden Anwohner mahnen Fertigstellung des Baugebietes Zum Bind in Petkum an

Bei Gegenverkehr wird es eng: Seit langem ist die Straße Zum Bind in Petkum durch Absperrungen verengt.

Bei Gegenverkehr wird es eng: Seit langem ist die Straße Zum Bind in Petkum durch Absperrungen verengt.

Privat

Emden - Das Baugebiet „Zum Bind 1“ in Petkum hat sich durch den Zuzug junger Familien positiv auf den Emder Stadtteil ausgewirkt. Allerdings, so meinen Anwohner, sollte es nach fast vier Jahren Bautätigkeit nun langsam auch mal fertig werden. Viel Hoffnung hat man zurzeit allerdings nicht. Unbebaute Grundstücke lassen in Petkum vielmehr die Befürchtung aufkommen, dass sowohl die alteingesessenen Anwohner der Straße Zum Bind als auch die bereits eingezogenen „Neuen“ noch weitere Jahre mit Baustellenverkehr, Lärm und Dreck leben müssen.

Eine gute Sache

Ratsmitglied Erich Bolinius (FDP), selbst Anwohner der Straße Zum Bind, fasst die Bedenken vieler Anwohner jetzt in einer an den Stadtvorstand gerichteten Anfrage zusammen. Dabei macht er deutlich, dass die Ausweisung des Baugebietes an sich eine gute Sache ist – er selbst setze sich seit rund 20 Jahren für neue Baugebiete in Petkum ein. Bolinius weiter: Seit dem ersten Spatenstich am 13. Dezember 2018 „sind erfreulicherweise viele Neubauten entstanden, junge Familien haben sich angesiedelt, was ja auch der Sinn und Zweck der Ausweisung des Baugebietes war. Insgesamt sehe ich das sehr positiv für Petkum und für die Stadt Emden.“

Langsam, aber sicher entwickele sich das Baugebiet jedoch auch zu einer Belastung, macht Bolinius in seinem Schreiben an den Vorstand der Stadt Emden deutlich. Ein Punkt seiner Kritik: Sowohl die durch Baumfällungen verbreiterte Straße Zum Bind als auch die neuen Stichstraßen, die in das Baugebiet führen, sind noch nicht endgültig ausgebaut.

Auch die Tatsache, dass mehrere Baugrundstücke nach wie vor brach liegen, kommt in Petkum nicht gut an. Weil es unschön aussieht, aber auch, weil die Bautätigkeit in dem Bereich kein Ende zu nehmen scheint.

Lärm und Dreck

Bolinius: „Das ist für die Anlieger der Straße Zum Bind, also auch für mich, nicht schön, da immer wieder die Baufahrzeuge die Straße Zum Bind nutzen müssen. Es bleibt nicht aus, dass Lärm und Dreck entstehen. Wir Anlieger möchten damit nicht noch Jahre leben, sondern hoffen, dass die Stadt Druck macht, dass die Grundstücke bald bebaut werden. Sind Pläne hierzu bekannt? Wenn ja, welche?“ Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Emder Rat fordert außerdem Informationen darüber an, welche Dauer die Fristen haben, innerhalb derer ein Grundstückskäufer mit dem Bau beginnen muss. Auch soll der Vorstand mitteilen, welche Strafen bei einer Fristverletzung auf die Grundstückseigentümer zukommen.

Schließlich spricht er das vorläufige Scheitern des Planes für eine Senioren-Wohn- und Pflegeeinrichtung an, die zwischen den Wohnhäusern des Neubaugebietes und der Leeraner Straße entstehen sollte. Erich Bolinius fordert auch dazu Informationen an: „Ist der Verwaltung bekannt, was mit dem großen Grundstück passieren soll? Auf Dauer sollte es nicht unbebaut bleiben, für die Dorfansicht ist es nicht schön.“ 

Alf Hitschke
Alf Hitschke Emder Zeitung
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