Emden - Auf der Neutorstraße in Emden haben seit Juni Fahrradfahrer Vorrang – und ein Ende des dritten Teils des Verkehrsversuchs ist weiterhin nicht in Sicht. Die Stadt teilte auf Anfrage mit, dass die aktuelle Verkehrsführung „zunächst bis auf Weiteres so bleiben“ wird und wiederholte damit ihre Aussage von Ende Juni. Soll heißen: Einbahnstraßenregelung für Autos in Richtung Nord-Süd und Vorfahrt für Radfahrer in beiden Richtungen gelten auch weiterhin.

Eine gute Entscheidung, wie sowohl Martje Merten, Leiterin des Emder Stadtmarketings, als auch die Innenstadtkaufleute Dirk Barghoorn, Gerhard Teerling und Dr. Florian Penner finden.

„Wir brauchen die eine oder andere radikale Lösung, um das Ruder herumzureißen“, sagte Merten im Gespräch. Innenstädte befänden sich landauf, landab im Wandel und Emden sei nicht die einzige Stadt, in der aktuell ein Verkehrsversuch durchgeführt werde. In den vergangenen Jahren habe sich das Einkaufs- und Nutzungsverhalten in den Zentren deutlich verändert – auch im Hinblick auf die Mobilität. Zudem sind Touristen in der Seehafenstadt inzwischen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – und die „bewegen sich in der Stadt ganz anders als die Emder“, weiß Merten.

„Warum der maßgebliche Teil der Autos in Emden durch die Innenstadt fährt, hat sich mir nie erschlossen“, sagte Dirk Barghoorn vom gleichnamigen Bettenhaus. Wenn man es endlich schaffe, die Neutorstraße zu schließen, „hätten wir endlich eine echte Innenstadt“, hofft der Kaufmann. Und auch Apotheker Florian Penner ist überzeugt: Eine komplett geschlossene Fußgängerzone samt Neutorstraße „würde Emden sehr guttun.“ Dann seien Autofahrer gezwungen, endlich den Autobahnring zu nutzen, argumentierte Barghoorn für eine generelle Schließung des Stadtkerns für Autofahrer. Doch auch, wenn Martje Merten ein Fan dieser Idee ist, „muss die Erreichbarkeit der Innenstadt gegeben sein“, weshalb sie auch bei einer Schließung der Nord-Süd-Verbindung den öffentlichen Personennahverkehr weiter durchlassen will.

Seit November 2019 ist die Neutorstraße immer wieder in Teilen gesperrt gewesen. Ursprünglich waren der Abriss der ehemaligen Kaufhalle und der Neubau der Neutor Arkaden Grund dafür. Nach der Fertigstellung des Geschäftshauses war die Einbahnstraßenregelung allerdings nicht wieder aufgehoben worden, sondern in Szenario 1 des Verkehrsversuchs gemündet. Im August 2021 wurde die Straße zur Einbahnstraße in Richtung Süd-Nord. Im Januar hatte man mit Szenario 2 die Fahrtrichtung geändert. Bei Szenario 3 blieb die Fahrtrichtung dieselbe, allerdings ist die Straße seither als Fahrradstraße ausgewiesen.

Die Polizei hat in Emden einen 18-Jährigen aufgegriffen, der randalierte und Autos beschädigte.

POLIZEIEINSATZ IN EMDEN 18-Jähriger randaliert vor Supermarkt

Emden
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, Mitte vorn) im November 2017 vor dem Landtag in Hannover zusammen mit den Kabinettsmitgliedern (vordere Reihe von links): Carola Riemann (SPD, Sozialministerin), Bernd Althusmann (CDU, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Digitales, Barbara Otte-Kinast (CDU, Landwirtschaftsministerin), Birgit Honé (SPD, Bundes- und Europaministerin) sowie (hintere Reihe von links) Grant Hendrik Tonne (SPD, Kultusminister), Barbara Havliza (CDU, Justizministerin), Björn Thümler (CDU, Minister für Wissenschaft und Kultur), Reinhold Hilbers (CDU, Finanzminister), Boris Pistorius (SPD, Innenminister) und Olaf Lies (SPD, Minister für Umwelt, Bau und Energie). Im März 2021 hat Daniela Behrens (SPD) Reimann als Sozialministeriun abgelöst.

LANDESREGIERUNG IN DER EINZELKRITIK Warum Weil heimliche Stars und einen „Hansdampf“ braucht

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Alle Hände voll zu tun: Unschlagbar lecker und den ganzen Tag gefragt waren die Kartoffelpuffer beim Emder Erntedankfest im Stadtgarten.

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Jens Tammen
Emden
Elisabeth Ahrends
Elisabeth Ahrends Emder Zeitung (Leitung)