Emden - Wer dieser Tage die Rückkehr der Uphuser Klappbrücke über den Ems-Jade-Kanal erwartet hat, der muss sich weiter gedulden. Denn die Brücke, die sich derzeit zur Generalüberholung bei einer Spezialfirma in Nordhorn befindet, wird nicht wie geplant Mitte des Monats wieder in Emden einschweben. Schuld für die erneute Verzögerung ist auch diesmal die Materialknappheit. Das bestätigte Carsten Lippe, Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden auf Nachfrage dieser Redaktion.
Rückkehr verzögert sich weiter
Der NLWKN rechnet frühestens Ende des Monats, eher aber zu Mitte September mit einer Rückkehr des riesigen Bauwerks. Das ist der aktuelle Stand. Unklar bleibt aber, ob auch wirklich alle benötigten Teile rechtzeitig an die Baufirma geliefert werden. Die Uphuser Brückensanierung scheint mittlerweile ein Endlosprojekt zu werden. Los ging es mit der Vollsperrung der Straße „Am Uphuser Grashaus“ Anfang Mai. Die Brücke wurde kurz danach aus ihrer Verankerung gehoben und nach Nordhorn transportiert. Ursprünglich waren für die Reparatur der Brücke in dem Spezialwerk sechs bis sieben Wochen geplant, denn die Vollsperrung sollte maximal acht Wochen andauern und die Straße dann wieder freigegeben werden. Doch daraus wurde nichts. Bereits Anfang Juni hieß es auf Nachfrage vom NLWKN, dass der Termin nicht zu halten sei. Grund: Materialknappheit. Damals mangelte es an wichtigen Stahlteilen und Spezialfarben für die Farbbeschichtung der Brücke. Der Brückenbauer konnte den Zeitplan nicht einhalten. Als neues Zieldatum wurde Mitte August anvisiert.
Umleitung mündet in Baustellenbereich
Eine erneute Nachfrage beim NLWKN ergab nun, dass die Brücke ihren Aufenthalt in Nordhorn erneut ungeplant verlängern muss. Läuft es besser, als unter den gegebenen Umständen zu erwarten ist, dann kommt sie vielleicht Ende August, also in zwei Wochen. Höchstwahrscheinlich wird es aber eher Mitte September. Mindestens so lange bleibt auch die Vollsperrung der Straße „Am Uphuser Grashaus“ bestehen. Für alle, die die Verbindung zwischen Uphusen und Marienwehr nutzen, bedeutet das eine Verlängerung des Umfahrens. Nach wie vor geht es von Uphusen aus nur über die Schleienstraße Richtung Marienwehr. Das ist insbesondere in diesen Wochen kein Vergnügen, weil die Schleienstraße direkt in die Baustelle der Uphuser Straße mündet. Das verlangt den Verkehrsteilnehmern zusätzliche Geduld ab.
Keine aktuelle Kostenschätzung
Zu den Kosten konnte sich NLWKN-Sprecher Carsten Lippe angesichts der „aktuell schwierigen Umstände“ nicht äußern. Ursprünglich waren 350.000 Euro eingeplant. Doch da ging man noch von acht Wochen Bauzeit aus. Lippe verweist aber auch auf andere Projekte, die gegenwärtig von der „schwierigen Weltlage und den Lieferengpässen“ betroffen sind.
