Rysum - Alles wird teurer? Stimmt nicht. Jedenfalls nicht, wenn es um die Konzertreihe „Weltklassik am Klavier“ im Rysumer Fuhrmannshof geht. Die wird günstiger. Zumindest bis zum 1. November 2022, denn für diesen Zeitraum haben sich die Organisatorinnen, Kathrin Haarstick und ihre designierte Nachfolgerin Marga Uken, ein neues Preismodell überlegt, mit dem sie auch in Zeiten hoher Inflationsraten den Menschen den Zugang zu den Klassik-Konzerten ermöglichen möchten.
Von nun an zahlen Erwachsene einen sogenannten Mindestpreis. Der beträgt 20 Euro und liegt damit zehn Euro unter dem bisherigen Preis. Es bestehe aber die Möglichkeit, freiwillig mehr Geld zu bezahlen, so die Organisatorinnen. Zuletzt hatten in Rysum Teile des Publikums selbst vorgeschlagen, den Preis sogar auf 35 Euro zu erhöhen, sagte Haarstick gegenüber dieser Redaktion. Ausgenommen von der Regelung sind Kinder und Jugendliche. Für sie bleibt der Eintritt wie bisher ohnehin kostenlos.
Beginn der Regelung: ab sofort
Die neue Preispolitik greift bereits beim anstehenden Konzert am kommenden Samstag, 30. Juli. Dann tritt Andrey Denisenko auf und spielt Beethoven. Zu hören sein sollen verschiedene Werke aus verschiedenen Phasen seines Schaffens. Vergünstigt wird auch der Eintritt zum Konzert von Shoko Kawasaki am Samstag, 27. August, von Georgy Tchaidze am Samstag, 24. September, und von Artem Yasynskyyv am Samstag, 29. Oktober, sowie zu unzähligen weiteren Konzerte, die Haarstick und Uken im Rahmen ihrer „Weltklassik am Klavier“-Reihe in den nächsten Monaten bieten.
Insgesamt organisiert das Duo jährlich rund 400 Klassik-Konzerte in etwa 40 verschiedenen deutschen Orten. Die Spannweite an Besuchern liege je nach Ort zwischen 40 und 150 Gästen, sodass die gewollte Gemütlichkeit der Veranstaltungsreihe gewahrt bleiben kann. Generell sei das Ziel seit Gründung der Konzertreihe 2003, zum einen Liebhabern klassischer Klaviermusik die Werke aus Barock über Klassik bis zur Romantik vor Ort und in der Nähe zu ermöglichen, zum anderen Jugendlichen den Zugang zur klassischen Musik zu erleichtern und internationalen Pianisten zu mehr Auftrittsmöglichkeiten zu verhelfen. Und das eben auch, während „wir alle erst einmal für das Nötigste, nämlich Brot und Wasser, ein Dach und Holz zu sorgen haben“, wie sie in ihrer jüngsten Pressemitteilung unterstreichen.
Weitere Informationen sowie Kartenvorbestellung unter www.weltklassik.de.
