Emden - Das kann man mal ein Gemischtes Doppel nennen: Mit gleich zwei sportlichen Auszeichnungen ist das Johannes-Althusius-Gymnasium bedacht worden. Zum einen trägt das JAG ab sofort offiziell den Titel „Sportfreundliche Schule“. Zum anderen schaffte es das Gymnasium beim bundesweiten Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe und des Deutschen Olympischen Sportbundes auf Platz drei.
Dabei hätte das JAG das Landesprädikat „Sportfreundliche Schule“ angesichts der vielen Bewegungs- und Fitnessangebote für seine Schüler schon vor zehn Jahren mehr als verdient gehabt, betonte Überbringer Henning Bach. „Aber ihr habt euch in der Zeit wohl lieber dem Sport gewidmet als dem vielen Papierkram für die Bewerbung“, sagte der Schulsport-Fachberater vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung.
Bürokratische Hürden
Doch nachdem Sportlehrerin Irina Harms Sport-Obmann Ralf Hambach samt Fachkollegen noch einmal ordentlich motiviert hatte, wagte das JAG den bürokratischen Hürdenlauf jetzt doch. Und hat ihn mit Bravour bewältigt, wie Bach dem JAG bei der Zertifizierung am Mittwoch im Rahmen der Sportlehrer-Dienstbesprechung bescheinigte.
„Der Standort ist natürlich supersportfreundlich: tolle Lage, Sportplatz mit Tartanbahn, Sprunganlagen und Kugelstoßplätzen, mehrere Hallen, Friesentherme und Wallanlagen gleich nebenan, dazu die Tiefs für Wassersport“, zählte Bach auf. Gepunktet habe das JAG aber vor allem mit dem, was es für die sportliche Förderung die Schüler schon alles auf die Beine gestellt habe. Dazu zählen die Teilnahme an „Jugend trainiert für Olympia“, Sportabzeichen, Bundesjugendspielen, Matjes- und Wall-Lauf, aber auch die Erfolge beim Leichtathletik-Landesentscheid und die Palette an eigenen Jahrgangsturnieren in diversen Ballsportarten, Sport-AGs, Kooperationen mit Emder Sportvereinen sowie Kursangeboten wie Ski, Kanupolo, Rudern oder Fitness. Es gebe Impulse für gesunde Ernährung und sportliche Schulhofgeräte, dazu fortbildungswillige Fachlehrer.
Tafel noch in der Post
Die Tafel mit dem ersten Stern für den Eingang der Schule (die sich nach drei Jahren einen zweiten Stern hinzuverdienen kann) steckte zwar am Mittwoch samt 100-Euro-Gutschein noch in der Post. Dafür hatte Bach schon mal die Urkunde mit den Unterschriften vom Kultusminister und dem Präsidenten des Landessportbundes dabei.
Und dann gab es ja auch noch Insa Bruns-Breninck von der Sparkasse Emden. Die überreichte – pandemiebedingt etwas verspätet – für den Deutschen Sparkassen- und Giroverband die „Bronze“-Urkunde beim Sportabzeichen-Wettbewerb 2020 in der Gruppe der deutschen Schulen mit über 1000 Schülern. „411 Sportabzeichen bei 1226 Schülern, das kann sich sehen lassen“, sagte sie. Noch dazu in einem Corona-Jahr. Dem Preisstifter aus Berlin war das eine Schulprämie von 1000 Euro wert.
