Emden - Schnell in das Auto rein und den Sohnemann zum Training fahren, danach wieder abholen und dann geht das ganze wieder von vorne los, wenn das nächste Training oder ein Spiel ansteht: So sieht der ganz normale Alltag vieler Eltern aus, wenn ihre Kinder in einem Fußballverein angemeldet sind. Die Söhne von Maike Kaput und Manuela Seewald spielen für die B-Jugend des BSV Kickers Emden. Beide Mütter fahren ihre Kinder aber nicht nur zum Sportplatz. Ihr Engagement geht weit darüber hinaus.
Seewald ist als Kassenwartin für die U17 des BSV tätig. Sie hat alle Einnahmen und Ausgaben im Blick, ist Mutter von vier Kindern und Vollzeit berufstätig. „Man kriegt das aber alles unter einen Hut“, versicherte sie. Seewald selbst hat Handball gespielt, ist aber in einer Fußballerfamilie groß geworden. Heute steht sie gemeinsam mit anderen engagierten Müttern wie Maike Kaput im Pavillon und verkauft bei Heimspielen Kaffee und Kuchen. Aber nicht nur das: „Die beiden bereiten für jede unserer Busfahrten und bei den Spielen viele Snacks für die Jungs vor. Wenn die aus der Dusche kommen haben die ein ganzes Büfett vor sich stehen“, ergänzte Timo Reitmeyer. Dabei spricht ein hohes Maß an Dankbarkeit aus dem U17-Trainer. „Ich bin unglaublich froh, dass die Eltern uns so sehr unterstützen. Ohne sie wäre das alles nicht machbar.“
Vor kurzem haben die Junioren ein Trainingslager auf der Anlage des SV Ems Jemgum abgehalten. Seewald und Kaput waren auch dort vor Ort und kümmerten sich um alles drumherum. „In dem Trainingslager haben wir auch ein Kennlerngrillen gemacht. Das war eine wirklich gelungene Sache. Auch ein paar andere Mütter waren vor Ort und haben uns unterstützt“, sagte Reitmeyer.
