Emden - Hunderte Ostfrieslandurlauber haben am Sonntag durch einen Unfall an der Bahnstrecke zwischen Rheine und Leschede viel Zeit verloren. Die Strecke war kurz nach 14 Uhr gesperrt worden, Züge fielen komplett aus oder wurden umgeleitet. Zahlreiche Borkum-Urlauber kamen wegen der Verzögerungen zu spät im Emder Außenhafen an. Durch Umbuchungen erreichten sie die Insel trotzdem noch am Sonntag.
Betroffen war neben Regionalzügen der Westfalenbahn mit Ziel Emden beziehungsweise Emden-Außenhafen auch ein Intercity (IC) der Deutschen Bahn. Dieser Zug kam den Angaben einer Bahnsprecherin zufolge verspätet an der Haltestelle Norddeich-Mole an. Vom Norddeicher Hafen aus sind unter anderem die Inseln Juist und Norderney zu erreichen.
Was bei dem Zwischenfall an einem Bahnübergang zwischen Rheine in Nordrhein-Westfalen und Salzbergen in Niedersachsen genau geschah, teilten die beiden Unternehmen nicht mit. Es war lediglich von einem Unfall die Rede. Die Streckensperrung wurde drei Stunden lang aufrechterhalten. Dadurch kam es zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen.
Laut Deutscher Bahn war unter anderem die Intercity-Verbindung Leer - Münster betroffen. Diese Züge wurden umgeleitet, die Haltepunkte Papenburg, Meppen, Lingen und Rheine konnten deshalb stundenlang nicht berücksichtigt werden. Die Verspätung wurde von der Bahn mit „etwa 60 Minuten“ angegeben. Probleme gab es auch mit der Intercity-Verbindung Amsterdam - Berlin, diese Züge fielen zwischen Rheine und Amsterdam aus. Weitere Züge wurden ganz gestrichen.
Die deutliche Verspätung von weit über einer Stunde des Regionalzuges RE 15 der Westfalenbahn am Sonntagabend wurde von einem Sprecher des Unternehmens mit einem „technischen Defekt am Triebfahrzeug“ erklärt. Den Passagieren des Zuges, der ursprünglich um 21:09 Uhr in Emden eintreffen sollte, hatte der Lokführer während eines Zwangsstopps in Meppen allerdings mehrfach mitgeteilt, die Strecke sei blockiert.
