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Helena Zengel hat mit US-Star gedreht: „Mit Tom Hanks hab ich mich auf Anhieb gut verstanden“

10.02.2021

Frage: Helena, in „Neues aus der Welt“ lernt Dich der Zuschauer wieder als wildes, aufsässiges Mädchen wie in „Systemsprenger“ kennen. Hast Du keine Angst, auf solche Rollen festgelegt zu werden?

Helena Zengel: Nö! Angst habe ich komplett gar nicht. Ich spiele gern diese Rollen, ich fühle mich damit wohl. Und ich möchte gern weiter solche Filme machen. Natürlich würde ich gern auch mal einen Kinderfilm drehen, das klappt bestimmt auch mal. Aber ich finde es nicht schlimm, in dieses Fach gesteckt zu werden, weil es mir bestimmt am besten liegt und ich es mag. Man sagt, dass ich solche Rollen gut spielen kann, von daher macht es ja auch einen Sinn.

Frage: Deine Filmfigur hat auch viele emotionale Szenen mit wenig Dialog. Wie schwierig war das Spielen ohne Worte?

Helena Zengel: Ich denke, es ist eine der schwierigsten Sachen für einen Schauspieler, in einem Film nicht reden zu können und alles über die Augen zu vermitteln. Das war manchmal nicht so leicht. Aber es war auch mal cool, einfach nichts zu sagen und trotzdem zeigen zu können, was man kann.

Frage: „Systemsprenger“-Regisseurin Nora Fingscheidt hat sich schon sechs Monate vor Drehbeginn regelmäßig mit Dir getroffen. Hattest Du auch in Amerika die Möglichkeit, die Leute vorher kennenzulernen?

Helena Zengel: Ja, ich habe vorher den Regisseur und teilweise Leute vom Filmset kennengelernt. Tom habe ich tatsächlich erst drei Tage vor Filmbeginn getroffen. Eigentlich sollte ich ihn sogar erst einen Tag vorher kennenlernen, damit nicht schon eine gute Beziehung zwischen uns entsteht. Sonst wäre es im Film vielleicht nicht so authentisch rübergekommen, dass wir uns am Anfang noch nicht kennen.

Frage: Es war bestimmt nicht leicht, Tom Hanks nicht sofort zu mögen, oder?

Helena Zengel: Das stimmt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und uns auf den ersten Drehtag gefreut. Wirklich gekannt haben wir uns nach dem ersten Treffen und der Warm Up-Party aber nicht. Das ist nicht ungewöhnlich. Tom hat mir erzählt, dass er die Piraten bei „Captain Phillips“ auch zum ersten Mal gesehen hat, als sie aufs Schiff gekommen sind. Das macht die Reaktionen authentischer.

Frage: Tom Hanks meinte, dass Du ihn vorher gar nicht kanntest. Konntest Du deswegen so unbeschwert aufspielen oder hast Du generell keine Berührungsängste bei großen Namen?

Helena Zengel: Das bestimmt auch. Aber als wir mit den Dreharbeiten begonnen haben, wusste ich schon, dass er eine richtig große Nummer, ein Riesenschauspieler ist. Er hat einen guten Ruf und viele Leute beten ihn an. Er ist ein Superstar, aber er macht es einem auch sehr leicht. Er ist nett, lustig, ein Gentleman. Er ist freundlich und hat immer einen Witz auf der Tasche. Tom ist gar nicht abgehoben. Man stellt sich vielleicht vor, dass so jemand etwas hochnäsig daherkommt und immer schicke Klamotten trägt. Dabei ist er völlig normal und kommt in Jogginghose und Puschen. Klar war ich ein bisschen aufgeregt. Aber man muss sich dann irgendwie fallenlassen. Es bringt gar nichts, wenn du immer angespannt bist. Ich hätte nicht gedacht, dass zwischen uns so eine enge Freundschaft entsteht.

Westerndrama ab Heute bei Netflix

Die Rolle des unbändig-renitenten Sorgenkindes Benni in Nora Fingscheidts Drama „Systemsprenger“ bescherte der heute 12-jährigen Helena Zengel nicht nur diverse Preise. Der furiose Auftritt erregte auch die Aufmerksamkeit internationaler Filmemacher.

Regisseur Paul Greengrass („Das Bourne Ultimatum“) vertraute Zengel in seinem Westerndrama „Neues aus der Welt“ (ab heute, 10. Februar, bei Netflix) die Co-Hauptrolle an der Seite von Tom Hanks an. Helena Zengel spielt ein Kind deutscher Auswanderer, das nach dem gewaltsamen Tod seiner Familie bei Indianern aufwächst. Hanks als tingelnder Nachrichtenvorleser nimmt sich des Kindes an.

Frage: Willst Du eine Schauspielschule besuchen oder auf Dein Naturtalent setzen?

Helena Zengel: Ich möchte nicht so gern auf eine Schauspielschule gehen. Nicht, weil ich es für falsch halte. Ich finde, es ist für mich selbst nicht das Richtige. Ich möchte meine Natürlichkeit und Authentizität beibehalten. Aber für viele Menschen, die nicht so früh hineingerutscht sind, ist es ein sehr guter Weg, die Schauspielerei zu verstehen.

Frage: Gibt es Traumpartner, mit denen Du gern zusammenarbeiten würdest?

Helena Zengel: Ja. Lady Gaga. Oder Lily Tomlin und Jane Fonda aus der Serie „Grace and Frankie“. Die möchte ich sooo unglaublich gern mal treffen. Sie sind so lustig! Dass Frauen in diesem Alter noch eine so – sorry – geile Serie machen, finde ich unglaublich. Sie sind stark und vermitteln Werte, gerade was das Leben älterer Menschen betrifft.

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