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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Buch „Furore“ von Phil Porter: Ein Blick hinter die (menschliche) Fassade

16.12.2021

Bremen „In den Küchen des Schnoors wird geköchelt, zwischen den Fassaden aus bröckelndem Putz und Backstein wird gekellnert. Und als eine alte Frau in roter Sommer­garderobe verträumt eine Rose an der Hauswand begießt, da ahnt man, dass hier also auch gelebt und geliebt werden muss.“ (aus: „Jesus Christus“)

Wenn man Phil Porters Texte liest, scheint sich Bremen aus den Zeilen zu erheben – verrucht, geheimnisvoll, sinnlich. Die Hansestadt erscheint in einem ganz anderen Licht vor dem geistigen Auge. Man könnte fast sagen, der Künstler malt mit der Sprache.

Rom des Nordens

BILD: Ben Drücker

Infos zum Autor und Fotografen

Das Buch „Furore“ (64 Seiten; Softcover; 13 Euro) ist online im Shop von Phil Porter erhältlich. Außerdem derzeit in folgenden Geschäften: Findorffer Bücherfenster, Buchhandlung Storm Bremen und Made in Bremen. Termine für Porters „Salon Obscura“ im Bremer Viertel gibt es voraussichtlich ab Februar 2022.

Im kommenden Jahr wird es wieder Stadtführungen geben. Dann führt Phil Porter flanierend und erzählend mit Gin Tonic und Livemusik durch Bremen.

Mehr Infos und den Shop finden Sie unter www.phil-porter.de

Über die „Perle im Collier Niedersachsens“ hatte Phil Porter bereits im vergangenen Jahr geschrieben, da ver­öffentlichte er sein Buch „Rom des Nordens“. Nun beweist der Bremer erneut, dass hinter der Fassade der Hansestadt – und deren Bewohner – weitaus mehr steckt, als wir in Vor­beigehen erhaschen.

Sein Buch „Furore“ ist das Ergebnis vom Flanieren durch die Stadt, von Gesprächen mit Fremden und vom Beobachten des alltäglichen Lebens. Neun kurze Geschichten und Gedichte – etwa „Frau Meyer“, „Gloss“ oder „Regennasser Herrenmantel“ – sind größtenteils innerhalb des vergangenen Jahres entstanden.

„Furore“ setzt sich mit der Pandemie auseinander, ohne das Wort Corona zu erwähnen. „Es spiegelt die Gefühle wieder und ermöglicht einen neuen Blickwinkel“, sagt Phil Porter. Auch auf die „persönlichen Straßenzüge“, wie er es nennt. ­„Jeder von uns hatte ja das große Los gezogen, sich in dieser Zeit mit sich selbst aus­einandersetzen zu dürfen.“

Die Protagonisten seiner Texte stehen alle vor der Frage, was Liebe und Leben für sie bedeuten. „Furore“ lasse nicht trauern, sondern rüttele eher wach: Was erwarte ich denn eigentlich vom Leben? „All diese Gespräche zeigten mir, dass es trotz der trennenden Elemente so viele Dinge gibt, die verbinden“, resümiert er.

Im Gegensatz zu „Rom des Nordens“ sei „Furore“ nicht nur eine Beschreibung der Stadt Bremen, sondern auch eine Beschäftigung mit den inneren Sehenswürdigkeiten und eine Auseinandersetzung mit sich selbst.

Inszenierungen mit Müll

Aber nicht nur mit der Sprache malt Phil Porter Bilder – auch als Fotograf ist er bekannt für besondere Kulissen und Inszenierungen. Egal ob Astronaut auf dem Dach, ein Mini Cooper in Gold gehüllt oder ein Meeresbiologe im Seehundbecken. Letzteres gehört übrigens zu Phil Porters Bildband „Waste“, der bald erhältlich sein soll.

Der Titel ist wörtlich gemeint, die Kulissen hat Porter aus Müll gestaltet. Und das mit enormem Aufwand. „Das sind nicht einfach nur Bilder, sie erzählen auch Geschichten“, sagt der Künstler. Der üppige Bildband soll zeigen, was uns charakterisiert – und auch einen Blick auf das große Müllproblem werfen. Entstanden sind die Motive unter ­anderem auf der Deponie in Hemelingen, im Übersee­museum und in der Botanika.

Tonia Hysky Redakteurin / Redaktion Kultur/Medien
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