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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Neuer „Tatort“ aus Wien: Ein packender Krimi – inszeniert wie ein böses Märchen

27.03.2021

Wien Moritz Eisner hat in seiner langen Laufbahn schon einiges erlebt, doch so mitgenommen war der von Harald Krassnitzer gespielte Kommissar aus Wien noch nie: Bei seinem 50. Einsatz kann der sonst vor Sarkasmus triefende Eigenbrötler die Tränen nicht mehr zurückhalten.

Seiner ewig übermüdeten Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) raubt der nervenzehrende Fall um erstochene Prostituierte und verschwundene Kinder derweil nicht nur vollends den Schlaf. Sie wird von dem irren Bösewicht, der wie eine Figur aus dem Horrorfilm durch ein düsteres Wien abseits aller Postkartenmotive geistert, auch noch angegriffen. Der von dem österreichischen Regisseur Christopher Schier wie ein böses Märchen inszenierte Krimi „Tatort: Die Amme“ (28. März, ARD) dürfte keinen Zuschauer kaltlassen.

Blick in Abgründe

„Ich kann nicht schlafen, ich halte diese Welt nicht mehr aus, wir müssen den Buben finden“: Die sensible Bibi Fellner ist mit ihren Nerven am Ende. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Moritz Eisner und tatkräftig unterstützt von der neuen Assistentin Meret Schande (Christina Scherrer) sucht sie nach einem Mörder, der die Mutter des kleinen Samuel (Eric Emsenhuber) erstochen und den Zehnjährigen entführt hat.

Anders als die Kommissare kennt der Zuschauer frühzeitig den Täter: Es handelt sich um den psychisch gestörten Janko, großartig gespielt von Max Mayer, der den völlig verängstigten Samuel in einer kleinen Wohnung gefangen hält und sich mit Perücke und Rock als Frau verkleidet. Der Killer, der schon einmal gemordet hat und in einer anderen Wohnung ein weiteres Kind versteckt, leidet offenbar an einem schweren Trauma und steigert sich in seiner Wahnwelt in die fixe Idee hinein, eine Art Mutter für die Buben, die beide Söhne von Prostituierten sind, zu sein.

Täter narrt die Verfolger

Wie unheimlich irre Killer in Frauenkleidern sein können, hat vor gut 60 Jahren erstmals Alfred Hitchcock in seinem Meisterwerk „Psycho“ bewiesen. Auch Janko huscht, wie einst der Serienmörder Norman Bates, durch die von der Außenwelt akribisch abgeschirmten Räume seiner kleinen Welt und sucht in dieser Verkleidung auch seine Opfer auf.

Bei anderen Gelegenheiten legt er Perücke und Kleid ab und gibt sich als Drogenfahnder aus Graz aus, der undercover im Wiener Rotlichtmilieu ermittelt. In dieser Maske lernt ihn auch Moritz Eisner eines Abends kennen, ohne im Geringsten zu ahnen, wen er da vor sich hat – ein eigentlich überflüssiger und auch wenig glaubhafter dramaturgischer Kniff in einem ansonsten starken Krimi.

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