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Ärger über Zerstörung in Nordenham: Dreiste Diebe beim Spielschiff am Strand

17.04.2021

Nordenham Kinder haben zurzeit nur wenig Möglichkeiten, sich zu beschäftigen und zu bewegen. Gerade während der Corona-Pandemie kommt deshalb den Spielplätzen der Stadt eine große Bedeutung zu. Umso ärgerlicher ist es, wenn hier ungebetene Besucher ihrer Zerstörungswut freien Lauf lassen oder dort ihren Müll hinterlassen.

Wie der Leiter des städtischen Amtes für Bildung und Freizeit, Jens Freese, mitteilt, treiben sich immer wieder auch Diebe auf Spielplätzen herum. Gerade erst sind vom Spielplatz beim Spielschiff am Strand zwei Schaukelsitze mitsamt Ketten und Aufhängungen verschwunden. Jens Freese geht davon aus, dass sie inzwischen auf einem privaten Spielgerät zum Einsatz kommen.

Kein Verständnis

Nicht zum ersten Mal haben sich Diebe auf einem Nordenhamer Spielplatz öffentliches Eigentum unter den Nagel gerissen. „Für diese Taten, die die Kinder in unserer Gesellschaft treffen, fehlt mir jedes Verständnis“, sagt Jens Freese. Er beklagt außerdem, dass die zuständigen Mitarbeiter beim städtischen Bauhof mehr Zeit für das In-Ordnung-Halten aufwenden als für das Umsetzen von neuen Ideen.

Ähnlich wie Jens Freese geht es der Leiterin der Grundschule Friedrich-August-Hütte, Katrin Eggeling. Grund ist ein zerstörtes Tulpenbeet. Im Herbst vergangenen Jahres hatten Schüler 160 Tulpen gepflanzt. Jedes Kind setzte eigenhändig eine Tulpenzwiebel in die Erde. Was die Kinder im Sachunterricht theoretisch gelernt hatten, sollten sie nun im Frühling in der Natur beobachten können. Doch als die Schulleiterin jetzt das Beet von Unkraut befreien wollte, waren etliche Blüten abgerissen

Appell ignoriert

Als die Schulleiterin tags darauf ihre Arbeit fortsetzen wollte, waren zwischenzeitlich weitere Blüten abgerissen worden. Empörte Kinder hatten ältere Schüler dabei beobachtet. Auch die anschließend an die Innenseite eines Klassenzimmerfensters gehefteten Zettel mit dem freundlichen Appell, wenigstens die verbliebenen Tulpen unbeschadet zu lassen, hielt die Täter nicht davon ab, das Tulpenbeet komplett zu zerstören.

Katrin Eggeling fragt sich: „Wie würden wohl die Verursacher dieser Zerstörung antworten, wenn sie von jedem der 160 Grundschulkinder gefragt würden: Warum habt ihr das gemacht?“

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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