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Honigbienen In Ganderkesee: Warum hier eine Königin im Eimer landet

09.05.2020

Ganderkesee Im Frühjahr, wenn es grünt und blüht, geraten nicht nur Menschen ins Schwärmen: Am Donnerstag konnten Passanten in Ortskern von Ganderkesee einen Schwarm Honigbienen beobachten, der sich an der Kreuzung Bergedorfer Straße/Mühlenstraße in einem Rotdorn niedergelassen hatte. „Das ist schon der dritte in diesem Jahr bei mir“, erklärte Hobbyimker Holger Schoberth, aus dessen Beutekästen die Bienen zur Mittagszeit ausgeflogen waren.

Das Schwärmen ist grundsätzlich ein natürlicher Vorgang. Imker haben zwar Möglichkeiten, das zu verhindern, aber gepflegte Bienenvölker wachsen irgendwann über ihr Platzangebot hinaus. „Ich habe sechs Völker und keine Kapazitäten mehr frei“, sagte Schoberth. Ein Anruf beim Imkerverein brachte Erleichterung: Ein Kollege wolle den Schwarm abholen – jedoch erst abends. Die Bienen wollte Schoberth bis dahin aber nicht einfach belassen. „Das Schwarmverhalten ist unberechenbar, es kann sein, dass die nach zwei Stunden weiterfliegen oder nach zwei Tagen.“

Durch das Besprühen mit Wasser beruhigte der Hobbyimker die Bienen vorerst und behalf sich dann mit einer Notlösung: einem Eimer. „Das ist das erste Mal, dass ich das so mache, aber ich habe keine freie Beute mehr“, sagte er. „Jetzt hoffen wir mal, dass die Königin mit im Eimer landet.“ Diese bildet den Dreh- und Angelpunkt des Schwarms. Das Abschütteln der Bienen, die in einer dichten Traube an den Ästen des Rotdorns hingen, klappte jedoch problemlos: Ein Großteil des Schwarms – inklusive Königin – plumpste in den Eimer.

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Der Rest, der aufgeregt durch die Luft flog, sammelte sich anschließend auf dem Drahtgitter, das Schoberth auf den Eimer gelegt hatte. So konnte bis zur Abholung nichts mehr passieren.

Wie Franz Winzinger, Vorsitzender des Imkervereins Delmenhorst und Umgebung, erklärte, ist ein wandernder Bienenschwarm nicht besonders gefährlich. „Die Bienen haben nur das Ziel, einen neuen Stock zu finden, alles andere ist ihnen egal. Stechen tun die nur, wenn jemand zu neugierig wird.“

Verhaltenstipps

Wer einen Bienenschwarm in der freien Natur entdeckt, muss keine Furcht vor aggressivem Verhalten haben, denn die Bienen wollen in der Regel nur wandern.

Der Imkerverein „Delmenhorst und Umgebung“ nimmt Hinweise entgegen und holt Schwärme ab.

 Erreichbar ist der Verein unter:    www.imkerverein-delmenhorst.de

Eine Möglichkeit, das Schwärmen zu verhindern, sei das Entfernen der sogenannten Weiselzellen in der Beute, aus denen junge Königinnen wachsen. Zusätzlich könne ein Imker auch überschüssige Arbeiterbienen und Eizellen entnehmen und ein neues Volk schaffen. „Bis zum vierten Tag ist nicht entschieden, ob aus einem Ei eine Arbeiterin oder eine Königin wird“, so Winzinger. Bienen ohne Königin würden sich dann eine solche durch Fütterung mit Gelée Royal selber nachziehen.

Der Drang zum Schwärmen sei aber auch ein Zeichen für gutes Imkern. „Das ist unser Problem, dass wir zu Wachstum verdammt sind“, beklagte Winzinger scherzhaft. Ein gesundes Volk wachse auf bis zu 50 000 Bienen im Beutekasten heran, was die alte Königin zum Auszug mit der Hälfte der Bienen veranlasse.

Der Schwarm von Holger Schoberths Bienen war am Donnerstag nicht der einzige in der Gemeinde, denn zeitgleich suchte auch in Heide ein Bienenvolk nach einem Zuhause. Bis Juni wird diese „Schwarmzeit“ noch dauern.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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