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Schulen In Ganderkesee: Bei der Algebra ist jetzt Abstand angesagt

08.05.2020

Ganderkesee Nach und nach enden jetzt die ungeplanten „Corona-Ferien“ auch für Ganderkeseer Schüler. Nachdem Hausaufgaben für höhere Jahrgänge schon Ende April verpflichtend wurden, laufen an den Oberschulen derzeit die ersten Prüfungsvorbereitungen und Grundschulen begrüßten in dieser Woche ihre vierten Klassen zurück.

„Im Moment ist das noch gut leistbar für uns“, erklärte René Jonker, Leiter der Grundschule Lange Straße und Sprecher des Ganderkeseer Schulverbundes. „Vor allem die Kinder muss ich loben, die sehr diszipliniert sind und toll mitmachen.“ Nach wie vor gebe es bei jungen Schülern einen Drang, auf Erwachsene zuzugehen, weshalb hin und wieder eine Ermahnung zum Abstand nötig sei. „Aber das klappt insgesamt sehr gut und unser Gelände hilft uns da vor allem in den Pausen sehr“, so der Schulleiter.

Kinderlachen zu hören

Auch aus Heide gibt es Lob für die Viertklässler. „Unsere Kinder sind sehr motiviert“, freut sich Ursula Dunker, Leiterin der Grundschule. Das Üben von Hygieneregeln beim Rein- und Rausgehen gehöre jetzt für alle dazu, Schüler wie auch Lehrer. „Das ist derzeit eine andere Art Schule“, so Dunker, „aber das klappt sehr gut. Wir freuen uns, dass wieder Leben in der Bude ist und man Kinderlachen hört.“

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Etwas ernster ist dagegen der Unterricht an den Oberschulen der Gemeinde – dort werden die diesjährigen Abschlussprüfungen vorbereitet. „Die Schüler haben vier Stunden lang Deutsch, Mathe und Englisch als Schwerpunkte sowie zwei Stunden freies Lernen in anderen Prüfungsfächern“, berichtete Jan-Michael Braun, Leiter der Schule an der Ellerbäke.

Wie geht es jetzt in den Schulen weiter?

Am 11. Mai geht der Unterricht für den 12. Jahrgang des Gymnasiums Ganderkesee weiter. Die Hälfte der Schulstunden wird weiterhin im Homeoffice stattfinden.

Am 18. Mai kehren die dritten, neunten und zehnten Klassen in ihre jeweiligen Schulen zurück. Bis zu den Sommerferien ist ein „umschichtiges Verfahren“ vorgesehen, bei dem Klassen abwechselnd in Gruppen unterrichtet werden. Täglicher oder wöchentlicher Wechsel sind hier möglich.

Die übrigen Jahrgänge sollen ab dem 25. Mai zurückkehren, der genaue Ablauf wird vom Kultusministerium noch bekannt gegeben.

Weil derzeit nur 30 Schüler im sogenannten Präsenzunterricht in Bookholzberg sind, gebe es auch keine Probleme, die Gruppen auf einzelne Räume zu verteilen. Das Erinnern an die Abstandsregeln sei aber immer wieder nötig, wie Braun erklärt. „Die Allermeisten haben es verstanden und ziehen mit, aber wir können niemanden zwingen.“

Ähnlich erlebt es auch der Leiter der Ganderkeseer Oberschule, Ingo Voss. „Der Drang nach körperlicher Nähe ist da, das ist ganz normal.“ Generell laufe der Unterricht unter den derzeitigen Bedingungen aber gut. Nicht zuletzt auch, weil die Mitglieder des Ganderkeseer Schulverbunds aktuell wöchentlich im Kontakt sind, ist Voss sicher. „Durch Videokonferenzen werden Absprachen jetzt sehr einfach gemacht. Wir können uns austauschen und uns bei den aktuellen Schutzmaßnahmen auf ein einheitliches Verhalten gegenüber den Eltern einigen.“ Dem pflichtet Braun bei: „Das ist sehr wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Man läuft aktuell sonst Gefahr, etwas zu vereinsamen.“

Sorgen bereiten den Ganderkeseer Lehrern allerdings die nächsten Wochen und Monate, wenn weitere Jahrgänge in ihre Schulen zurückkehren werden. „Aktuell ist der Weg zur Toilette mit Abstand gut zu organisieren, aber was ist, wenn es wieder über 100 Kinder im Haus sind? Das wird logistisch eine große Herausforderung“, so Jonker.

Raumbedarf wird steigen

Ein wichtiger Grund dafür ist der steigende Raumbedarf. Aufgrund der bisher geltenden Abstandsregeln werden Klassenverbände in mehrere Gruppen aufgeteilt abwechselnd unterrichtet. „Das wird jetzt spannend, wenn wir demnächst die 9. Klassen alle hier haben und gleichzeitig die Abschlussklassen mündliche und schriftliche Prüfungen ablegen“, sagte Braun.

Offizielle Vorgaben, wie Schulen den Spagat zwischen wachsender Schülerzahl und Abstandsregeln in Räumen und Gängen künftig bewältigen sollen, fehlen bislang. Gesichtsmasken werden zwar empfohlen, sind aber keine Pflicht. „Wir haben noch nichts dazu gehört und warten auf Informationen des Kultusministeriums“, sagte Bianca Trogisch, Pressesprecherin der Niedersächsischen Landesschulbehörde.

Der Ganderkeseer Schulverbund übt sich deshalb vorerst in Geduld, wie René Jonker erklärte, und wartet die nächsten Maßnahmen ab. „Es macht wenig Sinn, jetzt vorher spekulativ tätig zu werden.“

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Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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