• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Gegen Schließung Von Tanzschulen: Wildeshauser Discofox-Weltmeister tanzen aus Protest

09.05.2020

Wildeshausen Wenn die Tanzlokale geschlossen sind, Mundschutz- und Abstandspflicht das öffentliche Leben bestimmen, dann sehnen sich viele Menschen nach den alten Zeiten. Dies dachten sich auch Sascha Kai Oltmann und Carmen Anica Wenzel, dreifache Weltmeister im Discofox vom Wildeshauser Tanzzentrum (WiTZ).

Auf dem Wildeshauser Marktplatz tanzten sie zu dem Lied „We are the World“ Discofox und machten ein Video davon. „Wir wollten an einer deutschlandweiten Protest-Aktion teilnehmen, wo viele Tanzpaare ihre Schuhe demonstrativ an öffentlichen Orten auf den Boden legten“, berichtet Oltmann. Bei der Aktion legten viele Menschen ihre Tanzschuhe an öffentliche Orte, wie beispielsweise vor das Osnabrücker Rathaus, um auf die geschlossenen Tanzschulen aufmerksam zu machen. „Wir wollten jedoch zeigen, dass wir unsere Schuhe nicht an den Nägel hängen, sondern auch in Corona-Zeiten tanzen“, meint der Tanzlehrer.

Des Weiteren fühlt er sich etwas außen vor gelassen von der Politik. „Es wird im Allgemeinen viel über Frisöre, Baumärkte und weitere Geschäfte gesprochen, aber an die Tanzschulen wird nicht gedacht.“ Außerdem seien für ihn bundesweite Regelungen besser, damit nicht einige Tanzschulen öffnen dürften und andere nicht.

Das WiTZ ist seit Mitte März geschlossen. Auf 600 Quadratmetern werden hier insgesamt um die 150 Stammkunden betreut. An „Laufkundschaft“ kämen noch ungefähr 200 bis 300 Personen hinzu. Damit sind Tanzpaare gemeint, die nur einmalig einen Tanzkurs nehmen, beispielsweise zu ihrer Hochzeit oder für einen anderen Anlass. Positiv sieht der Tanzlehrer in dieser Zeit die Treue seiner Stammkunden. „Die Wildeshauser sind sehr kulant, dass sie weiterhin ihre Monatsbeiträge zahlen.“

Über Stammkunden generiert er zwischen 20 und 30 Prozent der Gesamteinnahmen. Der große Anteil komme durch die Veranstaltungen rein. „Das fehlt aktuell komplett. Gerade jetzt, in der Hauptsaison, ist das schon bitter für uns“, sagt der Tanzschulen-Inhaber. Allerdings seien die kleinen Tanzschulen noch stärker von der aktuellen Situation betroffen. „Einige Schulen eröffnen in dieser Jahreszeit, das ist besonders ärgerlich für die.“

Damit seine Stammkunden in der Zeit weiterhin mit Tanzmaterial versorgt werden, hat er seinen Kunden Tanz-Videos per Whatsapp und Facebook geschickt. „Ich bin gut vernetzt, die Tanzgruppen haben jeweils eine eigene Whatsapp-Gruppe, also habe ich ihnen regelmäßig Videos geschickt“. Neben dem WiTZ vermisst Oltmann auch die bundesweiten Lehrgänge. „Turniere fallen aus, Lehrgänge finden nicht statt, aber wenigstens bleiben wir so weiter die Weltmeister im Discofox“, scherzt er.

Aller Voraussicht nach öffnet das WiTZ in der übernächsten Woche wieder. Dann mit Mundschutz und Abstand zwischen den einzelnen Paaren? „Ich hoffe natürlich nicht. Gerade bei einigen Tänzen, wie dem Walzer, benötigt man viel Platz. Ein Mundschutz wäre fatal, da es beim Tanzen ja gerade um Spaß und Freude geht“, so Oltmann. Die Wiedereröffnung betreffe demnach zuerst die Tänzer für Hip-Hop, Breakdance und Zumba.


Sehen Sie ein Video unter   www.bit.ly/sascha-anica 
Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2453
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.