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Oldenburgerin Sorgt Sich Um Umwelt: In Klein Bornhorst sammelt Luise oft und viel Müll

29.04.2020

Klein Bornhorst Wenn Luise Büßel mit ihrem roten Wagen, Müllbeutel und -greifer durch ihre Nachbarschaft läuft, dann wird sie traurig. Manchmal auch wütend. Seit rund neun Monaten sammelt die Zehnjährige in Klein Bornhorst Müll. Und dabei fällt einiges an – Plastik, Glasflaschen, Kaffeebecher oder Fastfood-Abfall. „Das kann ich gar nicht verstehen. Wenn die Leute den Müll aus dem Fenster schmeißen oder liegenlassen“, erklärt Luise, die die fünfte Klasse besucht. Vor allem an der Elsflether Straße, am Flieh- und Wellenweg liege besonders viel Müll und Unrat.

Müllbeutel schnell gefüllt

Die starke Umweltverschmutzung sei der Zehnjährigen vor allem im Urlaub im vergangenen Jahr aufgefallen. „Wir sind mit dem Wohnmobil durch Portugal gefahren und da lag extrem viel Müll“, sagt Saskia Büßel (40). Vor allem bei Luise habe das einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. „Wir haben mit unseren Kindern darüber gesprochen und versucht, zu sensibilisieren“, erklärt die vierfache Mutter.

Zurück in Oldenburg fing die Zehnjährige dann mit ihren Sammelaktionen an. „Immer wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und etwas sehe, sammel ich es auf“, sagt Luise. Das Haus der Familie grenzt an das Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen. Auch am Bornhorster See oder am Flötenteich sammelt sie immer wieder Müll. „Manchmal sagen mir die Leute, dass sie das gut finden. Es hat auch schon jemand für mich geklatscht“, freut sich die Fünftklässlerin. Zwar macht ihr das Müllsammeln Spaß, sie wünscht sich aber, dass es nicht so viel zu sammeln gebe.

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Seit ein paar Wochen wird es jedoch schlimmer, wie die Familie erklärt. „Wir könnten jeden Tag losziehen“, sagt Vater Andre Büßel (43), der seine jüngste Tochter öfter begleitet. Denn die Müllbeutel, die Luise füllt, können sehr schnell sehr voll werden. So auch am vergangenen Wochenende. „Ich bin nicht ganz einen Kilometer gelaufen und hatte schon eineinhalb Säcke voll Müll gesammelt“, berichtet Luise. Eine Menge, über die nicht nur das zehnjährige Mädchen erschrak.

Schild soll Aufmerksamkeit erregen

Gemeinsam mit Mutter Saskia und ihrer 13-jährigen Schwester Johanna wurde Luise aktiv. Sie bastelten ein großes Schild, mit dem die Familie auf die Umweltverschmutzung aufmerksam machen möchte. „Gesammelt auf nur einem Kilometer. Behaltet euren Müll bei euch. In die Tonne damit!“, steht darauf. Es steht vor dem Haus der Familie. Darunter liegen zur Verdeutlichung die beiden vollen Müllsäcke. „Die Umwelt ist mir wichtig. Ich wünsche mir, dass die Menschen weniger Müll wegschmeißen“, sagt Luise.

Familie Büßel geht davon aus, dass teilweise auch Jugendliche, die sich abends treffen, für den Müll verantwortlich sind. „Am Wellenweg stehen Bänke, da finden wir oft Glasflaschen“, sagt Andre Büßel und Luise fügt hinzu: „Da gibt es auch keine Mülleimer.“ Doch gerade, wenn Luise einen Kaffee-To-Go-Becher nach dem anderen sammelt, „dann kann man das wirklich nicht nur auf junge Leute schieben“, sagt Saskia Büßel. Bisher hat Luise noch keine Rückmeldung auf das selbst gebastelte Schild bekommen. Sie hofft aber, dass es den Menschen zu denken gibt. Müll wird die Zehnjährige trotzdem weiter sammeln – immer, wenn ihr welcher auffällt.

Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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