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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Junges Paar in Ofenerdiek betroffen: Wassermassen zerstören zwei Tage nach dem Einzug alle Pläne

08.06.2021

Ofenerdiek „Auch wenn es noch sanierungsbedürftig war, haben wir alles reingesteckt, was wir haben“, sagt Sarah Stenhorst. Die 29-Jährige ist den Tränen nah, als sie davon erzählt, wie der Starkregen am vergangenen Samstag das Souterrain des Hauses (Baujahr 1972) überschwemmt hat, in das sie und ihr 30-jähriger Lebensgefährte, der namentlich nicht genannt werden möchte, erst zwei Tage zuvor eingezogen waren.

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„Wir waren gerade dabei, die Küche zu putzen und eine Lampe anzubringen“, erzählt Stenhorst. „Als ich Händewaschen gehen wollte, sah ich, wie mir Wasser entgegenkam, das durch die Leitungen im Bad hochgedrückt wurde. Und als ich mich umdrehte, kam mir auch schon Wasser aus einem anderen Raum entgegen.“ Dort sei es durch die Terrassentür gedrückt worden, berichtet Sarahs Mutter Marianne. Sie habe zwar noch versucht, die Tür mit Decken abzudichten. Das habe aber nicht viel gebracht.

25 Zentimeter hoch

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Innerhalb einer Stunde sei die Überschwemmung bis auf 25 Zentimeter angestiegen, so Marianne Stenhorst weiter. „Das Wasser kam so schnell, da konnte man gar nicht reagieren.“ Sie hätten zuerst versucht, es abzuschöpfen und aus dem Fenster zu kippen, aber auch das habe nicht funktioniert, berichtet Sarah Stenhorst.

Der nächste Schritt war der Anruf bei der Feuerwehr, aber die habe aufgrund vieler anderer Einsätze drei Stunden auf sich warten lassen. „In der Zwischenzeit haben wir Freunde angerufen, die uns dabei helfen sollten, die Sachen rauszutragen. Und die haben dann noch ihre Freunde angerufen.“

Trotz vieler Helfer habe es etwa eineinhalb Stunden gedauert, alles aus dem Souterrain zu bringen. Denn weil das junge Paar zuerst das Obergeschoss sanieren wollte, befanden sich alle Möbel und Umzugskartons im Untergeschoss. „Da war unter anderem mein Laptop drin“, sagt die 29-Jährige, die gerade ein duales Studium macht, mit gebrochener Stimme. „Und in drei Wochen habe ich Prüfungen.“

Bis 25 000 Euro Schaden

Die Haus-Finanzierung sei solide gewesen, berichtet ihre Mutter. Durch den Schaden, der sich laut Sachverständigem auf bis zu 25.000 Euro belaufe, fehle das Geld jetzt aber an anderen Stellen. Dadurch seien alle Pläne des jungen Paares über den Haufen geworfen worden.

Die Versicherung komme nämlich nicht für den Schaden auf, berichtet Sarah Stenhorst. „Wir hatten noch keine Möglichkeit, Versicherungen für das Haus abzuschließen, weil wir noch nicht in das Grundbuch eingetragen sind.“ Und über die Versicherung des Vorbesitzers sei der Schaden ebenfalls nicht gedeckt. „Das einzig Gute an der Sache ist, dass wir die Nachbarn kennengelernt haben“, sagt die 29-Jährige mit viel Galgenhumor. Außerdem hätten einige Unbeteiligte geholfen: „Ein Autofahrer, der am Haus vorbeifuhr, hat von zu Hause eine Pumpe geholt. Und ein Spaziergänger hat beim Tragen geholfen.“

Hilfe gesucht

Nach dem Leerpumpen der Räume mussten die Bodenbeläge heraus- und nasse Tapeten abgerissen werden. Rigipsplatten müssen weichen und da der nicht isolierte Gussestrich des Bodens nicht trocknen kann, muss er ebenfalls entfernt werden. Außerdem steht zurzeit nur ein Bautrockner zur Verfügung. Es seien nirgendwo mehr welche auszuleihen, sagt Sarah Stenhorst, die daher einen Aufruf startet: Wer helfen möchte – vor allem in Form von Trocknern, Manpower und Stemmhämmern – könne sich unter Tel. 0176/60970404 gerne bei ihr melden.

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Florian Mielke Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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