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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Henning Menke über seine Vereinsliebe: Ocholter Pfarrer trägt VfB Oldenburg im Herzen

24.09.2022

Oldenburg Der VfB Oldenburg ist in die Erfolgsspur zurückgekehrt, hat den Weg in die Dritte Liga und zum Profi-Fußball gefunden, schlägt sich achtbar und belegt mit zwölf Punkten den zehnten Platz in der Tabelle. Ein himmlisches Gefühl für die Fußballfans aus Oldenburg und umzu.

Erst recht für Henning Menke, 36 Jahre alt, verheiratet, Vater einer Tochter, Pfarrer in der Pauluskirche in Ocholt – und seit der Saison 1992/93 glühender VfB-Anhänger. Mit Gottes Segen spielt sein VfB deshalb nicht, das wäre ihm viel zu despektierlich. Auch betet er nicht für den Erfolg seiner Mannschaft, möchte den „lieben Gott“ nicht ins Dilemma bringen, wenn die Fans beider Vereine um seinen Beistand bitten. Da drückt Menke lieber die Daumen und feuert den VfB im Stadion lautstark an.

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Fan seit 1992

Die Liebe zum VfB ist in der Saison 1992/93 bei ihm erwacht. Das in der NWZ abgedruckte Mannschaftsfoto hing im Kinderzimmer über seinem Bett. Die Stimmung in der „Hölle des Nordens“, das legendäre Stadion in Donnerschwee, hat er nie gespürt. Das erste Spiel, das er am Marschweg besucht hat, war in der Saison 1994/95 eine trostlose 1:2-Niederlage am 2. April gegen den Lüneburger SK. Dem damals Neunjährigen war das egal, das Virus war längst übergesprungen, das Fußballfieber hatte ihn gepackt.

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Zwei Lieblingsvereine

Das ist bis heute so geblieben. In seiner Brust schlagen sogar zwei Herzen für zwei Vereine. Das eine ist blau-weiß und schlägt für den VfB, das andere grün-weiß – es schlägt für Werder Bremen. Menke war sogar Vorsitzender des Oldenburger Fanclubs „Micoud auf dem Trikot“. Für eingefleischte VfB-Fans ist das ein kleines Problem, räumt er ein. Die meinen, man kann nur einen Lieblingsverein haben. Seis drum.

Seine Liebe zum Fußball trägt er auch in die Ocholter Pauluskirche, wo er vor ein paar Wochen zu einem gut besuchten Trikot-Gottesdienst eingeladen hatte, zu dem man auch mit Arbeitskleidung erscheinen konnte.

Eigentlich Sportreporter

Eigentlich wollte Menke, der in Oldenburg aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, Sportreporter werden. Er war Freier Mitarbeit bei der NWZ. Im Stadion stellte er dann aber fest, dass er seine Leidenschaft für seinen Lieb-lingsverein von seinem Job als Reporter nicht so wirklich trennen konnte und auch nicht wollte. Also entschloss er sich, ohne aus einem stark christlich geprägten Elternhaus zu kommen, Theologie zu studieren.

Für ihn ist es ein Traum, was zurzeit beim VfB passiert. Eigentlich sitzt der 36-Jährige mittlerweile gern auf der Tribüne in Höhe der Mittellinie. Doch gegen Osnabrück wechselte er für den vollen Support die Seite und stellte sich mitten unter die Fans, feuerte mit ihnen den VfB lautstark an und erlebte mit, wie die Mannschaft aus einem 1:3-Rückstand einen 4:3-Sieg machte. Ein Spiel, über das man in vielen Jahren noch sprechen wird.

Verbindende Kraft

Er liebt über alle Fanlager und sozialen Schichten hinweg die verbindende Kraft des Fußballs, die Gesänge, das Gemeinschaftsgefühl – vergleichbar mit dem Gottesdienst in einer Kirche, sagt er.

Unter den Oldenburger Fans ist Henning Menke bekannt. Und so wundert es nicht, dass ein Paar ihn im Stadion ansprach, um sich von ihm trauen zu lassen. Da waren vor dem Altar Fans unter sich – eine Verbindung fürs Leben eben.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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