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Ungewöhnlicher Einsatz In Norden: Feuerwehr rettet Katzen-Waise „Siemke“ aus Kanal

07.09.2020

Norden Die Feuerwehr Norden hat am Samstagabend ein winziges Katzenbaby aus dem Norder Tief gerettet. „Die Besatzung eines Segelbootes hatte das Tierbaby etwa zwei Kilometer vom Hafen entfernt an der Uferböschung miauen gehört“, teilte der stellvertretende Norder Stadtbrandmeister Thomas Weege am Sonntag mit. Die Segler kamen jedoch nicht nahe genug an das Ufer heran und riefen schließlich die Feuerwehr um Hilfe.

Die Feuerwehr Norden ließ am Hilfeleistungszentrum mit einem Kran das Mehrzweckboot zu Wasser und suchte im strömenden Regen das Ufer in dem genannten Bereich ab. Und tatsächlich wurden die Retter fündig. Mit einem Kescher konnten die Feuerwehrleute das Junge schließlich im Schilf einfangen. Während der Fahrt zurück zum Feuerwehrhaus wurde das zitternde Katzenbaby von den Rettern zunächst mit den Händen gewärmt, bevor es in einen Pullover eingewickelt wurde.

Sonja Lindemann (52), Vorsitzende im Verein Aktive Tierfreunde erklärte sich bereit, die Katze in ihrer Auffangstation aufzunehmen. Inzwischen kümmert sich Vereinsmitglied Angelika Tammen um das Baby. „Da es noch klein ist, ist es noch auf Milch als Nahrung angewiesen“, stellte Sonja Lindemann fest.

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Nach der Rettungsaktion im Norder Tief scheint sich somit doch noch alles zum Guten zu wenden: Das Kätzchen bekam von den Tierfreunden nicht nur das Fläschchen und einen warmen Schlafplatz bereitgestellt, sondern auch gleich einen Namen. „Mit dem ostfriesischen Namen Siemke mag der weitere Gang durchs Leben hoffentlich besser gelingen“, hofft der stellvertretende Norder Stadtbrandtmeister Weege.

Unklar ist für Sonja Lindemann, die den Verein schon vor 30 Jahren gründete, indessen noch, wie das etwa dreieinhalb Wochen alte Katzenbaby, das mit 340 Gramm Gewicht eigentlich gut genährt ist, an den fast schon in Leybuchtpolder abgelegenen Ort gelangen konnte. „Die Fundstelle liegt fernab jeglicher Wohnbebauung“, stellte sie fest. „Und eine Katze würde ihr Baby nicht kilometerweit über die Wiesen schleppen“, betonte die Tierfreundin.

Die zunächst von der Feuerwehr geäußerte Vermutung, es könne sich um eine Wildkatze handeln, die ihr Mutter verloren hat, kann Sonja Lindemann deshalb auch nicht bestätigen. „Das Kätzchen ist sehr zutraulich, macht keine Schreckbewegungen, sondern will auf Menschen zulaufen. Es hat also bereits Erfahrung mit Menschen gemacht und in einem Haushalt gelebt“, mutmaßt sie. Die Frage stelle sich, ob jemand mit dem Boot rausgefahren sein könnte, um Siemke auszusetzen. „Da kann man nur spekulieren“, mag Lindemann sich das nicht vorstellen.

Nun muss Siemke von Angelika Tammen noch ein wenig aufgepäppelt werden. Die spezielle Aufzugsmilch wird dem Katzenbaby alle vier Stunden tröpfchenweise zugeführt, doch Siemke zeigt schon einen guten Hunger.

Nun hofft Vereinsvorsitzende Lindemann, dass sich eventuell noch ein Besitzer finden könnte. Doch auch wenn das nicht der Fall sein sollte, gibt es schon potenzielle Interessenten. Die Familie eines der Feuerwehrleute, die Siemke im strömenden Regen aus dem Wasser bargen, hat sich bereit erklärt, das Katzenbaby bei sich aufzunehmen.

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version des Artikels war von Katzenbaby „Siemtje“ die Rede. Das Junge wurde aber auf den Namen „Siemke“ getauft. Wir haben das korrigiert.

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