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NWZonline.de Region Ostfriesland

Corona-Ausbruch auf Ostfriesischer Insel: Fallzahlen steigen massiv – Ausgangssperre auf Norderney

11.02.2021

Norderney Nach dem massiven Anstieg der Fallzahlen auf Norderney hat der Landkreis Aurich am Mittwoch weitergehende Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen erlassen. Der Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten wurde untersagt. Laut Verfügung darf sich jede Person auf der Insel in der Öffentlichkeit nur noch allein oder mit Personen, die dem eigenen Hausstand angehören, aufhalten. Zusammenkünfte im privaten Raum sind ebenfalls nur mit Personen des eigenen Hausstandes zulässig. Weiterhin wird eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Zwischen 21 und 5 Uhr darf die Wohnung nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes verlassen werden, beispielsweise bei medizinischen Notfällen.

Schulen komplett ohne Präsenzbetrieb

In den Schulen wird der Präsenzunterricht untersagt. Dies gelte auch für sonstige schulische Veranstaltungen, teilte die Landkreisverwaltung weiter mit. Bislang waren in bestimmten Fällen Präsenzveranstaltungen möglich. Distanzunterricht („Homeschooling“) sei weiterhin zulässig. In den Kindertagesstätten sei die Notbetreuung Kindern vorbehalten, deren Erziehungsberechtigte in sogenannten kritischen Infrastrukturen beschäftigt seien.

Anordnung bis 19. Februar

Die Anordnung gilt zunächst bis 19. Februar. In dieser Zeit soll die Entwicklung der Fallzahlen beobachtet werden, um dann das weitere Vorgehen festzulegen. Spekulationen über eine mögliche Schließung der Insel bestätigte der Pressesprecher des Landkreises Aurich, Rainer Müller-Gummels, nicht. „Das ist keine der Maßnahmen, die derzeit erwogen werden“, sagte der Sprecher unserer Redaktion. Die Ostfriesischen Inseln waren im vergangenen März während der ersten Corona-Welle gesperrt. Im Gegensatz zu damals, als Tausende Urlauber kurzfristig abreisen mussten, halten sich derzeit kaum Besucher auf Norderney auf.

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Fallzahlen steigen seit Tagen

Am Dienstagabend war der Nachweis der britischen Corona-Variante auf Norderney bekanntgeworden. Demnach war eine Ende Januar verstorbene 99 Jahre alte Frau mit der britischen Variante infiziert. Seit Tagen steigen die Fallzahlen auf der Insel mit rund 6000 Einwohnern an. Die Stadt und der Landkreis seien im engem Kontakt, um zu prüfen, ob weitere Maßnahmen angesichts der Infektionslage erforderlich seien, kündigte die Kreisverwaltung am Dienstag an. Landrat Olaf Meinen und Inselbürgermeister Frank Ulrichs appellierten an die Insulaner, sich strikt an Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten.

Krankenhaus der Insel geschlossen

Bürgermeister Ulrichs hatte bereits vergangene Woche von einer „heftigen Corona-Welle“ gesprochen. Sie treffe die Insel an den verwundbarsten Punkten: dem Seniorenzentrum „To Huus“ und dem Krankenhaus. Offensichtlich verbreite sich das Virus trotz aller Schutzvorkehrungen mit einer „erschreckend dynamischen Schnelligkeit“, sagte der Bürgermeister.

43 akute Fälle

Die Situation auf Norderney hatte sich in der letzten Zeit deutlich verschärft. So haben sich innerhalb von sieben Tagen 20 Menschen mit dem Virus infiziert. Insgesamt gibt es derzeit 43 positive Befunde von Covid-19 auf der Insel. Insgesamt sechs Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben. Zudem hatte es einen bestätigten Fall der britischen Corona-Variante auf der Insel gegeben. Kursierende Gerüchte über weitere Mutationsfälle seien unzutreffend, teilte der Landkreis am Abend mit.

Damit hat sich Norderney zum Hotspot des Landkreises Aurich entwickelt. Das Krankenhaus ist bereits seit Tagen geschlossen. Lediglich die Notaufnahme und die Dialysestation arbeiten noch. Im Seniorenzentrum „To Huus“ mit 49 Plätzen sind nach Angaben auf der Homepage aktuell fünf Bewohnerinnen und Bewohner und sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter infiziert.

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Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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