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NWZonline.de Plus PLUS Ostfriesland

Ostfriesisches Teemuseum In Norden: Hier können Besucher in die Welt des Tees eintauchen

08.09.2020

Norden Kaffee oder Tee? Die Frage nach dem beliebtesten Heißgetränk ist eine, die sich in Ostfriesland prinzipiell erübrigt: Sind die Ostfriesen, mit einem Verbrauch von rund 300 Litern im Jahr doch klare Weltmeister im Teetrinken. Mit Kluntje und Wulkje? An dieser Frage scheiden sich die ostfriesischen Geister, während Nichtfriesen vermutlich erst einmal erfragen müssen, dass es sich hier zum einen um eine besondere Form kristallisierten Zuckers und zum anderen um Sahne handelt.

Ingredienzien, die zur ostfriesischen Teekultur unbedingt dazugehören. Und mit denen die „Teetied“ (Teezeit), die dem Ostfriesen heilig ist, auch im Ostfriesischen Teemuseum in Norden in der historischen Teeküche zelebriert wird. Normalerweise, denn in Coronazeiten „können gerade diese Teezeremonien, die bei den Besuchern großen Anklang finden, leider nicht stattfinden“, sagte Leitungsassistentin Andrea Siebert im Gespräch. „Seit Kurzem dürfen wir aber wieder im ’Rummel’ des Alten Rathauses, der leider nicht wie das Kernthema ’Tee’ barrierefrei zugänglich ist, Teezeremonien für maximal 32 Personen durchführen. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich.“

Alle Facetten der ostfriesischen Teekultur und vieles mehr

Ansonsten aber steht, wenn auch aktuell unter coronabedingten Hygienevorgaben, einem Museumsbesuch nichts im Wege. Die Besucher können – ausgehend von der ostfriesischen Teekultur – die weite Welt des Tees in allen Facetten erleben.

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So gibt es Einblicke von den Anbaugebieten über den historischen Fernhandel, der durch die asiatischen Steppen und die Weltmeere führte, bis hin zu den heutigen Teegebräuchen in aller Welt. Natürlich kommen auch die Verarbeitung, inklusive Teebeutelmaschine, und die Herstellung der berühmten ostfriesischen Mischung nicht zu kurz. Und auch über Utensilien wie Verpackung, aber auch Zuckerzange, Stövchen und Co. sowie natürlich Porzellan mit den typisch ostfriesischen Dekoren lässt sich viel Wissenswertes erfahren.

Ebenso wird traditionelles Handwerk rund um den Tee gezeigt: Zu sehen sind die Werkstätten eines Zinngießers, eines Gold- und Silberschmieds, eines Stövchenmachers und eines Porzellanmalers.

Einen Exkurs zu anderen Genussmitteln, nämlich Kaffee, Kakao sowie Tabak, gibt es ebenfalls. Zudem ist ein Raum der Firma Doornkaat gewidmet, die für die jüngere Stadtgeschichte von besondere Bedeutung ist. Denn im Alten Rathaus der Stadt Norden, das 1989 um das Ostfriesische Teemuseum erweitert wurde, ist nicht nur „Zeit für Tee“ im Speziellen, sondern auch viel Raum für Stadtgeschichte und Regionalkultur im Allgemeinen.

Vom „Gold des Bürgertums“ bis zur Museumsrallye

Abgerundet wird das Thema „Tee“ im Ostfriesischen Teemuseum durch wechselnde Sonderausstellungen. Aktuell heißt es hier „Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Messing in der Teekultur“. Dort stehen Objekte im Mittelpunkt, die als „Gold des Bürgertums“ auf den Teetafeln glänzten und Einblicke in die Lebenswelt ihrer früheren Besitzer gewähren. Die gezeigten Stücke stammen aus der Sammlung der Initiative der Messingsammler in Deutschland, des Brass Collectors Club Germany. Die Ausstellung, die coronabedingt später gestartet war, ist verlängert worden bis zum Februar 2021.

Auch wenn neben den Teezeremonien derzeit besondere Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote, wie die Workshops für Kinder, ebenfalls pausieren müssen, kommen die jüngeren Besucher nicht zu kurz. So gab es für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren in den Sommerferien das „Tee-Museum-to-go“. Dahinter verbarg sich eine Museumstüte für Zuhause, die Bastelideen und Materialien, eine Lesegeschichte, ein Tee-Rezept zum Ausprobieren enthielt. „Die Tüten waren der Renner“, sagte Siebert. Zudem haben Kinder und Jugendliche mit der Museumsrallye die Möglichkeit, die Ausstellung spielerisch zu erkunden. Dabei spielt auch das Museums-Maskottchen, die Teemaus Tippi, eine besondere Rolle. Für Erwachsene wiederum gibt es einen Multimediaguide, den die Besucher in deutscher und englischer Sprache auf dem eigenen Smartphone nutzen können.

Aktuell ist die Zahl der Besucher, die sich zeitgleich im Museum aufhalten können und eine Mund-Nase-Maske tragen müssen, auf 40 begrenzt. Die Resonanz sei trotz der Einschränkungen gut, sagte Andrea Siebert. „Sie freuen sich, etwas unternehmen und sehen zu können.“ Wobei es meist Gäste von außerhalb sind, die in die Welt des Tees eintauchen und weniger die Ostfriesen selbst, hat Gunda Kragert vom Empfang die Erfahrung gemacht. „Die Einheimischen kommen oftmals nur, weil sie ihrem Besuch das Museum zeigen wollen.“

Das Ostfriesische Teemuseums Norden ist 1989 eröffnet worden. Hervorgegangen ist es aus dem Norder Heimatmuseum, das 1922 vom Heimatverein Norderland e. V. gegründet wurde. Der Verein ist auch Träger des Teemuseums. Museumsstandort ist das Alte Rathaus der Stadt Norden, die wiederum Kooperationspartner des Heimatvereins ist. Unterstützt wird das Ostfriesische Teemuseum zudem durch einen Freundeskreis, einen Förderkreis sowie Sponsoren. In dem Gebäude Am Markt 36 gibt es dabei nicht nur Einblicke in die Welt der Teekultur, sondern hier ist auch eine stadtgeschichtliche Abteilung zu finden, die zu einem Gang durch die Norder Geschichte einlädt, die sich über rund 5000 Jahre erstreckt.

 Kontakt: Das Ostfriesische Teemuseum befindet sich in Norden, Am Markt 36. Die Öffnungszeiten sind bis November täglich von 10 bis 17 Uhr.

 Weitere Infos unter  Telefon  0 49 31 / 12 100 und unter www.teemuseum.de

Exponate im Hülle in Fülle bieten die Museen und Sammlungen in Ostfriesland – und ermöglichen damit auch immer wieder überraschende Einblicke in die kulturgeschichtliche Entwicklung der Region. Neben besonderen Kostbarkeiten sind es dabei oft auch die kleinen Dinge und Alltagsgegenstände, die ein besonderes Schlaglicht auf Land und Leute werfen. Ob groß oder klein, prunkvoll oder schlicht: In der Serie „Besondere Ausstellungsstücke“ rücken wir eines der Objekte ins Rampenlicht und erzählen dessen – kurze oder lange – Geschichte.

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