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Trauerandachten In Westerholt: Alter Aldi-Markt soll zur Leichenhalle werden

09.05.2020

Westerholt Trauerandachten in Westerholt werden in Zukunft in einem Gebäudekomplex stattfinden, der auch gewerblich genutzt wird. Die neue Leichenhalle samt Abschieds- und Trauerhaus soll im südlichen Teil des im vergangenen Oktober niedergebrannten Aldi-Marktes an der Dornumer Straße entstehen. Das hat der Gemeinderat der Samtgemeinde Holtriem, zu der Westerholt gehört, in einer Sitzung am Donnerstagabend beschlossen.

„Das ist glatt durchgelaufen. Der Vorschlag wurde bei einer Enthaltung einstimmig angenommen“, sagt Jochen Ahrends, Bürgermeister der Samtgemeinde Holtriem. Der Rat war bereits im Vorfeld informiert worden. Zudem hatte es Gespräche mit dem Kirchenvorstand gegeben. Dort begegnete man dem Vorschlag mit gemischten Gefühlen. „Wir hatten schon Bedenken, je nach Weiternutzung des restlichen Gebäudes“, sagt Astrid Jürgena, Pastorin der evangelisch-lutherischen Friedens-Kirchengemeinde Westerholt. „Es muss auch eine gewisse Würde haben.“ Daher soll es sowohl Sicht- als auch Schallschutz geben und für den Lieferverkehr nicht mehr möglich sein, um das Gebäude herum zu fahren.

Unmittelbare Nähe als Standortvorteil

Der Vorteil des neuen Standortes ist die unmittelbare Nähe zu Friedhof und Kirche. Zwischen ehemaligem Aldi-Markt und Friedhof liegen nur ein schmaler Wassergraben und ein Grünstreifen, eine Baumreihe verstellt die Sicht zur Kirche. Die bisherige Friedhofskapelle kann momentan noch genutzt werden, aber die Bausubstanz ist marode. Das Gebäude sei gar nicht so alt, aber der Untergrund schlecht, sagt Bürgermeister Ahrends. Es sei jedoch nicht möglich, die Fehler am Fundament zu reparieren. Die Kirchengemeinde strebte zunächst einen Neubau an derselben Stelle an. „Das Problem ist, dass wir als Kirchengemeinde die Kapelle aus eigenen Mitteln nicht hätten finanzieren können“, sagt Pastorin Jürgena. Die Samtgemeinde übernahm die Trägerschaft und suchte nach Lösungen.

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Ein Neubau der Leichenhalle an derselben Stelle lohne sich nicht, sagt Bürgermeister Ahrends. Aufgrund neuer Bauauflagen bliebe letztlich noch weniger Platz für die Andachten. Von ihm stammt die Idee, das Gelände des ehemaligen Aldi-Marktes zu nutzen. „Es gibt nicht so viele Möglichkeiten in der Nähe von Kirche und Friedhof“, sagt Bürgermeister Ahrends. Er habe bei dem Investor, dem das Gelände gehört, vorgefühlt, ob es prinzipiell möglich sei und dann seine Idee dem Kirchenvorstand und den Ratsmitgliedern vorgestellt. Jetzt ist das Projekt beschlossen, einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht.

Und wie werden Bürger und Gemeindemitglieder auf die Pläne reagieren? „Es wird sicherlich unterschiedliche Meinungen geben“, da sind sich Pastorin und Bürgermeister einig. Ahrends glaubt, dass sich viele im Nachhinein damit anfreunden können, wenn sie erst einmal sehen, wie es wird. „Ich denke, dass da etwas Schönes entsteht.“

Marlis Stein Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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