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NWZonline.de Sport

Leichtathletik-EM: Lea Meyer hofft vor Hindernis-Finale „auf ein spannendes, schnelles Rennen“

20.08.2022

Löningen /München Lea Meyer lag die meiste Zeit vorn – auch im Ziel. Mit recht entspanntem Schritt machte die 24-Jährige aus Löningen im zweiten Vorlauf über 3000 Meter Hindernis am Donnerstagmorgen bei der Leichtathletik-EM in München das Tempo und ließ es sich auch von der zwischenzeitlich vorbeigeeilten Britin Elizabeth Bird, Europas schnellster Hindernisläuferin in diesem Jahr, nicht nehmen, als Erste über die Ziellinie zu laufen. Einen „Befreiungsschlag“ nannte Meyer diesen Coup später gegenüber dieser Zeitung. Von Nachwehen ihrer Corona-Infektion, die sie in zwei der drei geplanten Trainingslager-Wochen in der Höhe von St. Moritz zum Warten zwangen, war nichts zu sehen.

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Der Wohlfühlschritt

Aber war es so leicht, wie es aussah? „Es sah leicht aus, es hat sich, sagen wir, gut angefühlt“, geht Meyer dem Wort „leicht“ im zweiten Teil der Antwort absichtlich aus dem Weg. Dennoch ein gutes Zeichen, schließlich hielt sie die Konkurrenz in ihrem Vorlauf damit erstmal in Schach. War das so geplant, das ganze Rennen von vorne zu laufen? Nein. „Ich habe gesehen, welche Zeit die Sechste im ersten Vorlauf hatte“, erklärte Meyer. Aus beiden Läufen qualifizierten sich jeweils die ersten fünf plus die fünf zeitschnellsten dahinter aus beiden Läufen zusammen. „Ich habe gedacht: Die Zeit ist auf jeden Fall machbar, ich schiebe das Ding mal 1000 Meter an, in einem Wohlfühlschritt“, erklärt Meyer. Das war den anderen schnell genug, sodass Meyer auch den zweiten Kilometer vorne bleiben durfte. Dann überholte die Britin Bird sie zwar, an der ging Meyer aber in der Schlussrunde wieder vorbei. „Mir hatte vorher jemand gesagt: Ein Rennen zu gewinnen ist ja immer geil. Also dachte ich: Das hol’ ich mir jetzt“, sagte Meyer.

Viele gute Mädels

Ein gutes Zeichen für das Finale? Ist sogar eine Medaille drin? Meyer wiegelt ab. „Nein, das glaube ich nicht. Die Zeit ist jetzt noch nicht so super, dass ich damit in einer Favoritenrollen bin.“ 9:39,55 Minuten lief Meyer, gute zehn Sekunden langsamer als ihre persönliche Bestzeit, und eben schnellste in ihrem Vorlauf. Aber: Im ersten Vorlauf waren vier Läuferinnen (Luiza Gega/Albanien, Tugba Güvenc/Türkei, Alicja, Konieczek/Polen, Aimee Pratt/Großbritannien) schneller, und womöglich haben auch Bird oder die zweitplatzierte Israelin Adva Cohen noch nicht ernst gemacht. „Es gibt schon drei, vier Mädels, die deutlich schneller laufen können als meine Bestzeit“, betont Meyer und ergänzt: „Ich hoffe, dass wir dadurch, dass wir viele gute Mädels sind, ein spannendes, schnelles Rennen machen.“

Ein Tag sind eigentlich zwei

Musste sie für den Lauf am Donnerstag noch früh aufstehen, muss sie den Samstag komplett anders bestreiten: Statt um 9.37 Uhr ist ihr Start dann um 22.13 Uhr (live in der ARD). Ist das eine Umstellung? „Das hat alles seine Vor- und Nachteile“, sortiert sich Meyer weder zu den im Volksmund sogenannten Lerchen oder Eulen ein. Training habe sie zu keiner der Zeiten, „eher mal so früh“. Am Donnerstag klingelte der Wecker um 6 Uhr. „Da habe ich gedacht: Das ist viel zu früh. Andererseits stehen viele Menschen jeden Tag so früh auf. Letztlich geht es, das ist alles Einstellungssache. Tendenziell mag Meyer aber lieber Richtung Abend Rennen bestreiten. „Allerdings muss man dann eben den ganzen Tag vorher totschlagen, ich kann ja vor einem Finale nicht München erkunden“, gibt Meyer zu bedenken. Ein Gutes hat das Ganze aber: „Obwohl nun ein Tag zwischen Vorlauf und Finale liegt, sind es so eigentlich zwei Tage.“ Zeit genug, um am Samstagabend entspannt und ausgeruht in ein schnelles Rennen zu gehen.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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