Goldenstedt - Das umstrittene Protestcamp von Tierschützern im Landkreis Vechta hat am Montagmorgen begonnen. Bis zum Mittag seien bereits mehr als 70 Aktivistinnen und Aktivisten angereist, sagte die Sprecherin des „Bündnisses gegen die Tierindustrie“, Franziska Klein, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bis zum Freitag werden in Goldenstedt rund 500 Menschen erwartet, um mit Workshops und Aktionen gegen Tiermäster, Futtermittelwerke und die Schlachtindustrie zu protestieren.
Erst mit einem Bescheid des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Lüneburg habe es eine Rechtssicherheit für das Camp gegeben, sagte Klein. Allerdings habe der Landkreis schwere Auflagen erlassen, die die Organisatoren als „Schikane“ bezeichneten. Neben einer Sicherheitsleistung von 10.000 Euro sei eine Überprüfung der Aufbauten und der Hygieneanlage vorgenommen worden. Vertreter der Behörden hätten zudem vor dem Aufbau das zugewiesene Gelände in einem Schutzgebiet fotografiert.
Der Landkreis habe am Montagvormittag alle Prüfungen vorgenommen und genehmigt, sagte Klein. Am Mittag habe bereits der erste Workshop begonnen, um über die Tierindustrie zu informieren. Allein im Landkreis Vechta lebten mehr als 13 Millionen Tiere in industriellen Zucht- und Mastanlagen.
