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NWZonline.de Plus PLUS Wesermarsch

Schifffahrt In Butjadingen: Hafen in Eckwardersiel nicht nur wegen Idylle beliebt

28.04.2020

Eckwarden Für Spaziergänger, Radler, Segler und Wohnmobilisten ist der Hafen in Eckwardersiel ein Geheimtipp. Dass hier auch gearbeitet wird und der Hafen durchaus noch eine wirtschaftliche Bedeutung hat, darauf deutet die „Butenland“ hin.

Abseits der Touristenströme liegt südlich von Eckwarden und östlich von Eckwarderhörne der dem Land Niedersachsen gehörende kleine Hafen. Aus dem Dorf Eckwarden gelangt man über den Spiekerweg nach Eckwardersiel. Von Eckwarderhörne aus führen außendeichs ein Betonweg und binnendeichs der ebenfalls betonierte Deichsicherungsweg, der Eckwarder Ahndeich, zu dem idyllischen und abgeschiedenen Ort.

Zuständig für den Hafen ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Sitz in Norden. Der NLWKN und der II. Oldenburgische Deichband vergeben Küstenschutzaufträge, für deren Erledigung am Jadebusen und auch an der Nordsee der Hafen Eckwardersiel häufig Ausgangspunkt ist.

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420 m² Lagerfläche

Im Hafen wird Baumaterial auf den selbstfahrenden Baggerponton „Butenland“ umgeschlagen. Dieses Arbeitsschiff gehört der Heinrich Haye Bau GmbH mit Sitz in Fedderwardersiel, einem alteingesessenen Schlengenbau-Spezialisten. Aber auch andere Baufirmen nutzen bei Arbeiten für das NLWKN und den Deichband den Hafen. Dafür stehen 420 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung.

Im November 2019 hatte die Firma Haye in Beckmannsfeld die Anbindung von Schlengen an die Grodenkante abgeschlossen. Die Ausbesserungsarbeiten an einer Querbuhne direkt an der Hafeneinfahrt ruhen derweil, weil das Unternehmen bedingt durch die Corona-Krise nicht den erforderlichen fließfähigen Beton bekomme, bedauert Geschäftsführer Hergen Schäfer. Diese Unterhaltungsarbeiten, bei denen seeseitig Buschwerk und eine Steinlage eingebaut werden, sind erforderlich, um die Wellendynamik im Bereich des Hafenbeckens zu verringern, teilt das NLWKN mit.

Ansässig ist im Hafen auch der Butjadinger Yachtclub, der an der Ostseite einige Liegeplätze anbietet. Der BYC ist 1974 aus der Zusammenlegung des Segelclubs Eckwardersiel und des Segel- und Motorbootclubs Fedderwardersiel entstanden. Maßgeblich an der Fusion beteiligt war Karl-Heinz König aus Tossens, der bei der Gründungsversammlung des BYC zum 2. Schriftführer gewählt wurde und dann von 1980 bis 1984 und erneut von 1988 bis 2002 Vorsitzender des Vereins war. Vorsitzender des Eckwardersieler Clubs war damals Heiko Janßen, den Fedderwardersieler Club leitete Lothar Thieme. Erster BYC-Vorsitzender wurde Hans Krüger aus Tossens.

Deichbau mit Folgen

Dass nicht Eckwardersiel, sondern ein neu angelegter Yachthafen zwischen Fedderwardersiel und dem Burhaver Strand Heimat für Segler und Motorbootfahrer aus Butjadingen und umzu wurde, lag nach Auskunft von Karl-Heinz „Kalle“ König wesentlich an Erich Rosteck aus Fedderwardersiel, der damals Schachtmeister bei Haye war.

Für Deichbauarbeiten wurde Anfang der 70er Jahre im Außendeichsgelände östlich des Fedderwardersieler Kutterhafens Erde entnommen. Erich Rosteck erkannte die Chance, die so entstandene Pütte zu einem Sportboothafen auszubauen. Der II. Oldenburgische Deichband sorgte für den erforderlichen Durchsicht zum Priel, wie sich Karl-Heinz König erinnert.

Die Entscheidung zugunsten des neuen Yachthafens in Fedderwardersiel hatte nach seiner Auskunft nicht zuletzt mit der besseren, windgeschützten Lage auf der Nordost-Seite der Halbinsel Butjadingen zu tun. Eckwardersiel liegt an der windanfälligen Südwest-Seite. „Außerdem war man so schneller in der Weser“, fügt der langjährige Vorsitzende hinzu.

Beliebt ist Eckwardersiel bei Wohnmobilisten, verrät ein Eintrag im Internet: „Wir haben am Hafen vor dem Deich übernachtet. Abgesehen von dem stark böigen Wind haben wir sehr ruhig übernachtet“, heißt es dort. Und weiter: „Wird der Wind zu stark, gibt es auch noch einen kleinen Parkplatz hinter dem Deich. Der Hafenparkplatz vor dem Deich ist sehr gut befestigt. Allerdings sollte man bei einem zu erwartenden Hochwasser (wenn der Wind von Norden in den Jadebusen bläst) nicht vor dem Deich übernachten“.

So wohl Wohnmobilisten sich fühlen in Eckwardersiel – ein offizieller Stellplatz ist das Hafengelände nach Auskunft des NLWKN nicht.

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