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NWZonline.de Region Wesermarsch

Freizeitpark in Jaderberg: So engmaschig kontrollieren Experten die Sicherheit im Jaderpark

18.08.2022

Jaderberg „Die Sicherheit aller Besucher genießt in Freizeiteinrichtungen, natürlich auch bei uns, immer höchste Priorität“, sagt Geschäftsführer Andreas Ludewigt vom Jaderpark in Jaderberg. Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät er, wie die Maßnahmen konkret ausschauen.

Was wird alles kontrolliert, bevor ein Fahrgeschäft in Betrieb gehen darf?

Welche Bauteile und Systeme bei der täglichen Kontrolle geprüft werden, geben die jeweiligen Hersteller der Attraktionen vor. Zu den Checks gehören einfache Sichtprüfungen, aber auch mechanische sowie elektrische Prüfungen – je nach Komplexität der Anlage. Nach den jeweiligen Kontrollen erfolgen immer Probefahrten. Die durchgeführten Checks sowie die Ergebnisse werden dokumentiert.

Wer übernimmt diese Sicherheits-Checks?

Vor der täglichen Inbetriebnahme ist es Branchenstandard, dass geschultes technisches Personal die Anlagen kontrolliert. Dies passiert in der Regel bereits vor der Öffnung des Jaderparks. Eine zweite Prüfung erfolgt durch die jeweiligen Bediener der Anlage. Diese sind im Umgang mit der zu bedienenden Attraktion geschult und arbeiten ebenfalls eine Checkliste ab.

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Wie wird die Sicherheit im Laufe der Jahre garantiert?

Stationäre Achterbahnen, aber auch andere Attraktionen wie sogenannte „fliegende Bauten“, werden verpflichtend mindestens einmal im Jahr von einer unabhängigen Stelle (TÜV) geprüft. Die Bestimmungen zu den Sonderbauten regeln die jeweiligen Bauordnungen der Bundesländer. Je nach Anlagentyp gibt es aber noch weitere Prüfintervalle (wöchentlich, monatlich, halbjährlich etc.), die die Hersteller neben den täglichen Checks vorgeben.

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Außerdem haben sich alle Anlagen nach zwölf Jahren einer überaus intensiven Sonderprüfung zu unterziehen, in deren Verlauf alle dynamisch hochbelasteten Bauteile mit modernsten Prüfmethoden untersucht werden. Die Fahrgeschäfte werden dabei gewissermaßen „geröntgt“. Diese Sonderprüfungen wiederholen sich danach alle vier bzw. sechs Jahre und sind weltweit einmalig. Der „Arbeitskreis Fliegende Bauten“, der sich aus jeweils einem Vertreter der 16 Bundesländer zusammensetzt, überprüft die Funktionsfähigkeit dieses Sicherheitssystems permanent.

Welche speziellen Systeme garantieren die Sicherheit der Besucher?

Es gibt ganz unterschiedliche Systeme der verschiedensten Hersteller. „Diese aufzuzählen, übersteigt meinen Kenntnisstand“, berichtet Ludewigt. Die gängigsten Systeme seien wahrscheinlich die Schoß- bzw. Beckenbügel sowie der Schulterbügel. Welcher Bügel bei einer Attraktion zum Einsatz kommt, hängt immer vom jeweiligen Hersteller und den gesetzlichen Vorgaben ab. Schlussendlich bestimmt aber auch dies final eine externe Prüforganisation.

Welche Systeme kommen speziell im Jaderpark zum Einsatz?

Der Jaderpark setzt fast ausschließlich auf Schoß- bzw. Beckenbügel. Das ist von den Herstellern sowie externen Prüforganisationen und den gesetzlichen Bestimmungen so vorgeschrieben.

Wie genau schauen diese Bestimmungen aus?

Die Vorschriften sind in der DIN EN 13814 geregelt. Das ist eine Sicherheitsnorm für „fliegende Bauten“, die vor wenigen Jahren die Norm DIN 4112 abgelöst hat. Die neuen technischen Vorgaben versprechen mehr Sicherheit und regeln noch klarer, wie Freizeitpark- oder Kirmesbesucher während der Fahrt gesichert sein müssen und wie Fehlern in der elektronischen Steuerung der Anlage vorgebeugt werden soll. Mit Einführung der DIN EN 13814 haben die Bauministerien der Bundesländer Teile dieser Norm in deutsches Recht umgesetzt.

Wer haftet, falls doch einmal etwas passieren sollte?

„Unsere Einrichtung ist selbstverständlich gegen aller Arten von Unfällen versichert“, erklärt Ludewigt. Über die Frage der Verantwortlichkeit entscheiden externe Gutachter bzw. Gerichte auf der Basis von Aussagen sowie den Unfall-, Polizei- und Gutachterberichten.

Nicolas Reimer Brake / Redaktion Brake
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