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Beschäftigung im Nordwesten: Frühjahrsbelebung auf regionalem Arbeitsmarkt

30.04.2021

Oldenburg /Vechta /Emden /Hannover /Bremen Die Zahl der Arbeitslosen im Oldenburger Land und in Ostfriesland ist im April gesunken. Nach Angaben der regionalen Agenturen für Arbeit vom Donnerstag waren 51.476 Menschen ohne Arbeit, 1765 weniger als im März und 635 mehr als im Vorjahr.

Oldenburger Land

Im Oldenburger Land ist die Zahl der Arbeitslosen im April auf 34.641 gesunken. Das waren 918 weniger als im Vormonat und 477 mehr als im Vorjahr, teilten die Arbeitsagenturen Oldenburg-Wilhelmshaven und Vechta mit. „Nach etwas mehr als einem Jahr Pandemie hat diese zwar noch immer Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Dennoch: Der Arbeitsmarkt ist stabil. Trotz Corona bietet er Beschäftigungsmöglichkeiten“, sagte Dr. Thorsten Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven.

Arbeitslose Bund

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im April stabil gezeigt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum März um 56 000 auf 2,771 Millionen gesunken. Doch beim zweiten Blick auf die Statistik, die die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vorgelegt hat, werden die von der Corona-Pandemie aufgeworfenen Pro­bleme offensichtlicher. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen setzt sich mit derzeit 1 069 000 über der Millionen-Grenze fest und liegt um 42 Prozent über dem Wert von vor einem Jahr. Die Kurzarbeit steigt wieder deutlich und wird allmählich auch zu einem finanziellen Problem. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele, sieht vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit als Feld an, das eingehend beackert werden muss. Er geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in Deutschland für rund 500 000 Arbeitslose verantwortlich ist.

Ostfriesland

In Ostfriesland waren im April 16.835 Menschen ohne Job. Das waren 847 weniger als im März und 158 weniger als im Vorjahr, geht aus aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur Emden-Leer hervor. Diese Entwicklung lässt sich laut Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer, wie auch schon im Vormonat, unter anderem mit den steigenden Temperaturen erklären, die weiterhin für Belebung in den Außenberufen sorgen. „Durch die Möglichkeit, Kurzarbeit geltend zu machen, wird die Arbeitslosigkeit in vielen Fällen vermieden.“

Niedersachsen

In Niedersachsen ist die Zahl der Arbeitslosen leicht zurückgegangen. Im April waren 257.179 Menschen ohne Job – das sind 1,6 Prozent weniger als im März, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover mit. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,9 Prozent (März: 6,0 Prozent). Damit fiel der saisonbedingte Rückgang geringer aus als in Vor-Corona-Jahren. Im Vergleich zum April 2020 lag die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 10.000 über dem damaligen Wert (plus 4,2 Prozent).

Bremen

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Die Zahl der Arbeitslosen im Bundesland Bremen ist im April­ saisonbedingt leicht zurück gegangen. 41.310 Menschen waren arbeitslos gemeldet – 297 weniger als im März, teilte die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen mit. „Es ist ein gutes Zeichen, dass trotz der Corona-Einschränkungen die Frühjahrsbelebung spürbar ist“, sagte Johannes Pfeiffer, Chef der Regionaldirektion. Die Arbeitslosenquote lag wie im März bei 11,3 Prozent. Sorgen bereitet den Agenturen und Jobcentern dagegen die wachsende Zahl der Langzeitarbeitslosen. Im April waren 19.574 Menschen ein Jahr und länger arbeitslos.

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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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