Ammerland - Kochlöffel und Pfannenwender gibt es aus Kunststoff, Metall oder Holz. Doch welches Material ist empfehlenswert für die Küche, welches ist hygienisch, gesundheitlich unbedenklich, schonend zu Töpfen und Pfannen, langlebig und leicht zu reinigen?
Omas Kochlöffel und Pfannenwender aus Holz halten jedenfalls meist länger als die aus Plastik und geben keine ungesunden Stoffe ab. Das stellt die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ fest. Ihre Mitglieder kommen aus dem gesamten Ammerland und beschäftigen sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Ihre Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung und von Engagement Global gefördert. In dieser NWZ-Serie möchte die Gruppe Tipps geben zur Vermeidung von Plastik im Alltag und für das Thema sensibilisieren.
Unter dem Titel „Plastikarme Küche – leicht gemacht!“ hat die Gruppe Entscheidungshilfen erarbeitet.:
Küchenwerkzeuge aus Kunststoff
Plastikkochlöffel sind hygienisch und lassen sich gut in der Maschine reinigen. „Aber nur, wenn sie nicht zerkratzt sind“, sagt Angelika Ernst von der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“. Denn dann können sich in den Schrammen Bakterien absetzen. Plastikkochlöffel schonen zwar Töpfe und Pfannen, geben aber in mindestens zehn Prozent der Fälle Schadstoffe an Lebensmittel ab, besonders an heiße und fettige. Darunter fällt das gängige Melanin, das Formaldehyd enthält, aber auch Bisphenol und Phthalate sind bedenklich. Die Herstellung und Entsorgung ist darüber hinaus ökologisch problematisch.
Küchenwerkzeuge aus Metall
Tipp des Tages Lirum, larum, Löffelstiel: Omas Kochlöffel und Pfannenwender aus Holz halten oft länger als die aus Plastik und geben keine ungesunden Stoffe ab.
Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wie vermeiden Sie Plastik im Alltag, welche Tipps haben Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen per E-Mail an an red.rastede@nwzmedien.de oder per Post an Nordwest-Zeitung, Redaktion Rastede, Oldenburger Straße 242, 26180 Rastede.
Die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“, deren Mitglieder aus dem ganzen Ammerland kommen, beschäftigt sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ sollen gleich mehrere dieser Ziele umgesetzt werden.
Alle Tipps der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ lesen Sie schon jetzt im Internet unter
Meist handelt es sich um Küchenhelfer aus Edelstahl – zum Beispiel Cromargan, eine stabile Verbindung von Nickel und Chrom. Es gibt viele nützliche Spezialformen, aber sie können den Oberflächen von beschichteten Töpfen und Pfannen schaden.
Küchenwerkzeuge aus Holz
Wissenschaftlich belegt ist die bakterienhemmende Wirkung von unbehandeltem Holz, besonders von Kiefer, Fichte, Lerche, Pappel und Buche. Aber auch Olivenholz – von nicht mehr tragenden Bäumen gewonnen – schneidet gut ab. Dank der natürlichen Gerbsäure bilden sich keine Bakterien am Holzlöffel, wenn man ihn gut mit heißem Wasser reinigt (nicht in der Maschine) und trocknen lässt. Gelegentliches Einfetten mit Speiseöl bekommt dem Holz gut. Mit Topf- und Pfannenböden gehen Holzlöffel ebenso schonend um wie Plastiklöffel.
„Mit der Alternative aus Holz hat man Küchenhelfer, die alle Umwelt-Kriterien erfüllen. Und falls nötig entsorgt man sie umweltfreundlich im Kamin“, sagt „W.I.M.“-Mitglied Angelika Ernst.
Lesen Sie hier alle Tipps, wie sich Plastik vermeiden lässt.
