Ammerland - Kleider machen nicht nur Leute, sondern haben auch zur Folge, dass Mikrofasern im Abwasser landen. Das stellt die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ fest. Ihre Mitglieder kommen aus dem gesamten Ammerland und beschäftigen sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Ihre Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung und von Engagement Global gefördert. In dieser NWZ-Serie möchte die Gruppe Tipps geben zur Vermeidung von Plastik im Alltag und für das Thema sensibilisieren.
„Kleidung besteht heutzutage meist aus Mischgeweben“, erläutert Angelika Ernst von der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“. Einerseits sind da Naturfasern wie Baumwolle, Wolle, Seide, Viskose oder Leinen und andererseits synthetische Fasern wie Polyamid, Polyacryl und Polyester. Diese synthetischen Fasern verändern die Trageeigenschaften der Naturfasern, machen sie zum Beispiel weicher, stabiler, dehnbar, pflegeleicht, atmungsaktiv und wasserdicht. Kurz: Sie machen sie tauglich für die moderne Gesellschaft mit ihren Outdoor-Aktivitäten.
Waschen löst Mikrofasern
Tipp des Tages Haut- und naturverträglich: Textilien sollten aus Naturfasern bestehen. Diese Fasern verrotten problemlos, sind sogar kompostierbar. Textilien und Fleece aus Kunstfasern sind dagegen streng genommen Sondermüll.
Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wie vermeiden Sie Plastik im Alltag, welche Tipps haben Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen per E-Mail an an red.rastede@nwzmedien.de oder per Post an Nordwest-Zeitung, Redaktion Rastede, Oldenburger Straße 242, 26180 Rastede.
Die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“, deren Mitglieder aus dem ganzen Ammerland kommen, beschäftigt sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ sollen gleich mehrere dieser Ziele umgesetzt werden.
Alle Tipps der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ lesen Sie schon jetzt im Internet unter
Outdoor-Kleidung besteht meist zu 100 Prozent aus synthetischen Fasern, die aus Erdöl in einem Energieaufwändigen Prozess hergestellt werden. Im Anschluss wird die Wasserdichtigkeit mit oft umweltschädlichen Substanzen verbessert.
Bei jedem Waschgang von Synthetik-Kleidung, zum Beispiel Fleece, lösen sich etwa 2000 Mikrofasern. Diese winzig kleinen Synthetikfasern können im Klärwerk praktisch nicht heraus gefiltert werden. So gelangen sie ins Meer und landen über Meerestiere wieder auf unserem Teller.
Kleidung aus Naturfasern lange tragen
Die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ empfiehlt deshalb den Kauf von hochwertiger Kleidung – möglichst aus Naturfasern. „Tragen Sie Ihre Kleidung möglichst lange“, rät Angelika Ernst.
Synthetikstoffe sollten in einem speziellen, faserdichten Wäschebeutel gewaschen werden. Diesen kann man nach mehrmaliger Benutzung vorsichtig auf links ziehen und – wichtig – in den Restmüll entleeren. „Der Wäschebeutel darf nicht ausgespült werden, weil die Mikrofasern dann zwar nicht über die Waschmaschine, aber über das Waschbecken in den Naturkreislauf gelangen“, sagt „W.I.M.“-Mitglied Angelika Ernst.
Lesen Sie hier alle Tipps, wie sich Plastik vermeiden lässt.
