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Plastik Vermeiden Fürs Kaffeetrinken wieder Zeit nehmen

Ammerland - Der Kaffee zum Mitnehmen hat unsere Gesellschaft in den letzten Jahren erobert. Der schnelle Kaffee zwischendurch, im Gehen getrunken, auf Reisen und beim Bummel durch die Innenstadt: Coffee-to-go ist schick und mitunter praktisch.

Aber was hat ein Pappbecher mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ zu tun? Die Bezeichnung „Pappbecher“ ist irreführend, denn die Becher bestehen nicht nur aus Papierfasern, sondern auch aus einem Teil Kunststoff, erläutert Ute Aderholz von der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“. Die Gruppe, deren Mitglieder aus dem ganzen Ammerland kommen, beschäftigt sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ sollen gleich mehrere dieser Ziele umgesetzt werden. Die Evangelische Erwachsenenbildung und Engagement Global fördern das Projekt. In dieser NWZ-Serie möchte die Gruppe Tipps geben zur Vermeidung von Plastik im Alltag und für das Thema sensibilisieren.

320.000 Coffee-to-go-Becher pro Stunde

Auf einen Blick

Tipp des Tages Hellwach – ohne Plastik: Der schnelle aufmunternde Kaffee zwischendurch schmeckt besser aus dem Porzellan-, Metall- oder Thermobecher als aus dem Coffee-to-go-Becher. Deshalb: Eigenen Becher dabeihaben und füllen lassen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wie vermeiden Sie Plastik im Alltag, welche Tipps haben Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen per E-Mail an an red.rastede@nwzmedien.de oder per Post an Nordwest-Zeitung, Redaktion Rastede, Oldenburger Straße 242, 26180 Rastede.

Die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“, deren Mitglieder aus dem ganzen Ammerland kommen, beschäftigt sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ sollen gleich mehrere dieser Ziele umgesetzt werden.

Alle Tipps der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ lesen Sie schon jetzt im Internet unter

Zum „Pappbecher“ kommen noch Plastikdeckel und Plastiklöffel beziehungsweise Plastikstäbchen hinzu. „Jede Stunde werden allein bei uns in Deutschland unglaubliche 320.000 Coffee-to-go-Becher benutzt und nach nur ca. 20 Minuten im Gebrauch weggeworfen, leider nicht immer in den Mülleimer. Viele landen auch achtlos am Straßenrand und in der Natur“, sagt „W.I.M.“-Mitglied Nela Voigts.

Das entspricht übrigens 89 Bechern in der Sekunde:

Lade ...

Um eine Idee von der Müllmenge zu bekommen, die jedes Jahr allein in Deutschland produziert wird, kann man sich die Becher aufgereiht als Kette vorstellen. „Sie hätte eine Länge, mit der wir die Erde siebenmal umwickeln könnten“, so Nela Voigts.

Becher aus Keramik oder Porzellan mitnehmen

Zugegeben, es ist oft bequem, überall und immer einen Kaffee trinken zu können. Aber mal ehrlich, der Kaffee aus dem Pappbecher macht vielleicht munter, aber Kaffeegenuss ist sicher etwas anderes. Warum also nicht vorausschauend von Zuhause einen eigenen Becher aus Keramik oder Porzellan dabei haben und befüllen lassen? Der Kaffee schmeckt eindeutig besser, bleibt länger heiß und ist vor allem gesundheitlich unbedenklich. Denn im Gegensatz zum Pappbecher werden keine Schadstoffe aus dem Material gelöst.

Je nach persönlichem Bedarf macht vielleicht auch ein Thermobecher aus Edelstahl Sinn, wenn das Getränk lange heiß gehalten oder im Rucksack transportiert werden soll. Die Auswahl an Bechern in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien ist im Handel inzwischen sehr groß.

Mehrwegbecher beim Bäcker

Wenn man trotz guter Vorsätze den eigenen Becher zuhause vergessen hat, bieten viele Bäckereien ihren Kunden Mehrwegbecher an. Diese Pfandbecher gibt man nach Gebrauch in einer der beteiligten Filialen zurück und bekommt den Pfand erstattet. Einfach mal nachfragen.

Für frühere Generationen war Kaffee ein Genussmittel, teuer und wertgeschätzt. „Sollten wir nicht auch wieder zu Kaffeegenießern werden und uns Zeit nehmen für den Kaffee, ganz gemütlich im Sitzen und nicht „to-go“? Das täte uns gut und der Umwelt allemal“, findet Ute Aderholz.

Lesen Sie hier alle Tipps, wie sich Plastik vermeiden lässt.

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