Ammerland - Der Inhalt der „Biotonne“ wird professionell im Kompostwerk zu Kompost verarbeitet. Sie sollte deshalb nur Material enthalten, das eine solche Verarbeitung auch zulässt. Daran erinnert Angelika Ernst von der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“. Ihre Mitglieder kommen aus dem gesamten Ammerland und beschäftigen sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Die Aktion „Plastikfrei im Ammerland“ wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung und von Engagement Global gefördert. In dieser NWZ-Serie möchte die Gruppe Tipps geben zur Vermeidung von Plastik im Alltag und für das Thema sensibilisieren.
Tipp des Tages Nicht für die Tonne: Der Inhalt der „Biotonne“ wird professionell im Kompostwerk zu Kompost verarbeitet. Gläser (mit Inhalt) oder volle Plastiktüten haben deshalb nichts in der Tonne zu suchen.
Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wie vermeiden Sie Plastik im Alltag, welche Tipps haben Sie? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen per E-Mail an an red.rastede@nwzmedien.de oder per Post an Nordwest-Zeitung, Redaktion Rastede, Oldenburger Straße 242, 26180 Rastede.
Die Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“, deren Mitglieder aus dem ganzen Ammerland kommen, beschäftigt sich mit der Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (kurz: SDGs) der Vereinten Nationen. Mit der Aktion „Plastiksparen im Ammerland“ sollen gleich mehrere dieser Ziele umgesetzt werden.
Alle Tipps der Arbeitsgruppe „W.I.M. – Weniger. Ist. Machbar.“ lesen Sie schon jetzt im Internet unter
Auf die Mülltrennung achten
„Wenn man, wie wir zu Hause, die pflanzlichen, ungekochten Abfälle aus Küche und Garten selbst in der eigenen Komposttonne oder auf dem Komposthaufen verarbeitet, sieht man, wie aus diesen wertvollen Rohstoffen nach Monaten mit Hilfe von Würmern und Mikroorganismen krümeliger, gut riechender, fruchtbarer Kompost entsteht – wertvoller Humuslieferant und die Kraftquelle des Gartens“, sagt „W.I.M.“-Mitglied Angelika Ernst.
Das wird mit dem Inhalt von Biotonnen im Prinzip in großem Stil genauso gemacht. Was sieht man aber häufig bei einem Blick in die Tonne? Gläser mit Inhalt, viele volle Plastiktüten, die bei der Verarbeitung nicht ausgesiebt werden können. Das ist längst auch im Ammerland zu seinem Problem geworden, wie erst kürzlich der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises berichtete.
Papier als vergänglicher Rohstoff
Plastiktüten verderben den Kompost. Plastik zerfällt zu Mikroplastik und landet auf Beeten, Äckern und letztlich in der Nahrungskette und im Trinkwasser. Das gilt ebenso für so genannte Bioplastiktüten, die extra zum Sammeln von Biomüll angepriesen werden. Sie zersetzen sich, wenn überhaupt, zu langsam für den Prozess des Verrottens und verhindern eine Kompostierung.
Tipp: „Leeren Sie die Tüte, in der Sie die Bioabfälle gesammelt haben, in die Biotonne aus und entsorgen die Tüte separat“, sagt Angelika Ernst. Zum Sammeln der Bioabfälle können auch Zeitungspapier oder vorhandene Papiertüten genutzt werden. Papier als vergänglicher Rohstoff stört die Kompostherstellung nämlich nicht.
Lesen Sie hier alle Tipps, wie sich Plastik vermeiden lässt.
