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nordwest-zeitung

Freilauffläche Für Hunde In Apen Ohne Leine in der Brutzeit?

Daniel Schumann

Apen - 1012 Hunde gibt es aktuell in der Gemeinde Apen und viel Platz für die Vierbeiner, um ihrem natürlichen Bewegungstrieb nachzugehen. Jedenfalls außerhalb der Brut- und Setzzeit. Denn zwischen dem 1. April und dem 15. Juli gilt landesweit Leinenzwang für des Menschen besten Freund.

Um auch in dieser Zeit den Aper Hunden ein artgerechtes Bewegungsangebot geben zu können, hat die CDU-Fraktion bei der Gemeinde einen Antrag auf Einrichtung einer Freilauffläche eingereicht. Dem Antrag beigefügt ist zugleich ein Vorschlag, wo diese Fläche geschaffen werden soll, nämlich im Neubaugebiet Augustfehn/Hengstforde. Wie aus den Planungsskizzen der Niedersächsischen Landesgesellschaft (NLG) hervorgeht, ist an der Ecke Bahnweg/Heidestraße die Einrichtung einer Grünfläche geplant. Aber: „Die Bauleitplanung liegt bei der Gemeinde, die NLG setzt dies dann um“, sagt Jan-Eike Gurk vom Fachbereich Bauen, Sport, Kultur und Verkehr.

„Trostlose Fläche“

Die Forderung der CDU-Fraktion: Die Freifläche solle eingezäunt, mit Sitzgelegenheiten und mehreren Abfallbehältern ausgestattet und so als Freilauffläche für Hunde der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. „Aus dem Konvolut der Hundehalter ist immer wieder das Begehren nach einer solchen Fläche zu hören“, berichtet Gunnar Habben (CDU), der den Antrag unterzeichnete. Die Fläche soll nach dem Wunsch der CDU-Fraktion „mindestens 50 mal 50 Meter, besser 50 mal 100 Meter betragen“. Man sehe einen deutlichen Bedarf an einer solchen Fläche, heißt es in dem Antrag weiter. So könne einer „relativ trostlosen Fläche“ ein Sinn gegeben werden, sagt Habben.

Auch in anderen Ammerländer Gemeinden sei die Einrichtung einer solchen Fläche immer wieder Thema, weiß Habben. Apen wäre jedoch nach Auskunft von Ralf Hasselder vom Ordnungsamt, die erste Gemeinde im Ammerland, die eine offizielle Freilauffläche einrichten würde.

Ralf Hasselder geht davon aus, dass mit der Einwohnerzahl auch die Zahl der Hunde in der Gemeinde steigen wird. Denn in Augustfehn-Hengstforde sollen einmal bis zu 1000 neue Aper Platz finden. Die Zahl der Hunde ist nach Auskunft von Hasselder seit mehreren Jahren nicht signifikant gestiegen.

42.000 Euro pro Jahr

Genügend finanzielle Mittel, die den Hundehaltern auf einem solchen Wege zugute kommen würden, sollten in der Gemeindekasse vorhanden sein, falls die NLG die anfallenden Kosten nicht alleine stemmen möchte. Schließlich werden pro Jahr mindestens 42 Euro fällig, wenn man Hundehalter ist. So viel kostet nämlich der Ersthund. Der Zweithund schlägt mit 66 Euro pro Jahr zu Buche. Menschen, die drei oder mehr Hunde haben, zahlen 96 Euro im Jahr. Dementsprechend spülen die Aper Hunde mindestens 42000 Euro jährlich in die Kasse. In Wildeshausen hatte die Einrichtung einer 60 mal 60 Meter großen Freilauffläche auf einer bestehenden Grünfläche im Jahr 2018 20.000 Euro gekostet.

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