Aurich/Großefehn - Wiard Siebels, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Weser-Ems und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag, wirft dem Wittmunder SPD-Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis (Großefehn) und dessen enger Vertrauter Ida Bienhoff-Topp, Bürgermeisterin von Osteel, jahrelanges intrigantes Verhalten vor. Hintergrund sind von der „Ostfriesen-Zeitung“ veröffentlichte Beleidigungen aus einem Privat-Chat der beiden.
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Bienhoff-Topp hatte Siebels darin unter anderem als „Arsch“ und „Drecksack“ bezeichnet. Auch Beekhuis hatte gegen Siebels ausgeteilt. „Die persönlichen Anfeindungen sind aber gar nicht das größte Problem – sondern die über Jahre gesponnenen Intrigen“, sagt Siebels.
In die Schlagzeilen geraten war Beekhuis, weil ein Hacker im Dezember und Januar private Facebook-Chats des Politikers illegal ins Netz gestellt hatte. Die Protokolle enthalten brisantes Material: Anfeindungen, Beschimpfungen von Schwulen, Dicken und Frauen sowie offenbar von Beekhuis fingierte Leserbriefe gegen die Genossin und Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (Varel) sowie die Wittmunder SPD-Kreisverbandschefin Roswita Mandel. Diese Leserbriefe gehören laut Siebels zum „System Beekhuis“, zu einem Geflecht von Intrigen.
Beekhuis äußert sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Stattdessen verweist er darauf, wegen der laufenden Ermittlungen gegen den Hacker nichts zu dem Fall sagen zu dürfen. Bienhoff-Topp wendet sich mit einer Mitteilung an die Presse. Darin schreibt sie, dass ihr die Chatverläufe persönlich nicht vorlägen. „Ich distanziere mich ausdrücklich von homophoben, frauenfeindlichen und allen weiteren im Raum stehenden diskriminierenden Äußerungen“, so die Politikerin weiter.
