Bad Zwischenahn - Noch schwingt Nikolaos Patsatzis im ehemaligen „La Cucina“, In der Horst 23, Pinsel und Farbrolle, ab Januar will er hier griechisch-mediterrane Küche servieren. Vor etwa einem Jahr war das La Cucina geschlossen worden, dann tat sich lange nichts. „Seit einem Monat läuft jetzt die Renovierung“, sagt der 55-jährige Grieche.
Die meisten Malerarbeiten hat er von einer Fachfirma erledigen lassen, jetzt legt er an einigen Stellen noch selbst Hand an. Küche und Gastraum werden komplett neu eingerichtet. Bis zur Sommersaison soll außerdem die Terrasse im neuen Glanz erstrahlen. Patsatzis ist in der Zwischenahner Gastronomie kein Unbekannter. Seit 2000 arbeitet er im Kurort und ist schon in seiner griechischen Heimat in der Gastronomie seiner Eltern aufgewachsen.
Für die Küche hat er sich allerdings Verstärkung gesichert. „Unser künftiger Koch war 22 Jahre Küchenchef in einem Hotel in Griechenland“, sagt er. Griechische Klassiker sollen ebenso auf der Karte stehen wie etwa ausgefallenere Gerichte.
Wie bei Mama
Deutsch-Mediterran geht es bereits seit einiger Zeit im „Juma’s“ zu. Das frühere Hotel und Restaurant „Zur Kogge“ hat Hena Kasem mit ihrer Familie übernommen – nach einer umfangreichen Renovierung und einer Erneuerung des Inventars im Restaurant und den acht Hotelzimmern.
Das frühere Konzept hatte Bernd Kuck, der Besitzer der Immobilie, nicht mehr für zeitgemäß gehalten und sich nach neuen Ideen umgesehen. In der ursprünglich syrischen Familie Kasem, die bereits seit 28 Jahren in Bad Zwischenahn lebt, fand er neue Partner für einen langfristigen Mietvertrag. Die Familie betreibt bereits ein Eiscafé in Bösel. „Juma bedeutet Mama auf Arabisch. Hier soll man essen und wohnen wie bei Mama“, sagt Hena Kasem, die bereits als Mitarbeiterin in der „Kogge“ tätig war.
Neben mediterraner Küche gibt es im Juma’s auch deutsche Küche – im Dezember zum Beispiel Wildgerichte – alles frisch und im Haus zubereitet.
Nach einem schleichenden Start hat die Familie kürzlich mit vielen Gästen offiziell Eröffnung gefeiert und ist inzwischen für den vollen Betrieb aufgestellt.
Mehr Platz für Früchte
Deutlich mehr Platz hat seit Montag Michael’s Früchte Eck, In der Horst 3. Wo es zuletzt „Kunst, Wein und Meer“ gab, haben sich Michael (46) und Cemil Tümkaya (42) deutlich vergrößert. Nach Renovierung und Neu-Einrichtung sind die Brüder innerhalb des Hauses um- und in den 55 Quadratmeter großen Laden eingezogen.
Obst, Gemüse und Molkereiprodukte bilden weiter den Grundstock des Geschäfts, aber mit mehr Auswahl und ergänzt um weitere, vorwiegend regionale Angebote. So gibt es bereits Produkte der Zwischenahner Fleischerei Meyerjürgens und demnächst auch Milchprodukte vom Oldenburger Diers-Hof. Nudeln und Wein vervollständigen das Angebot, so dass Michael’s Früchte Eck inzwischen fast ein kleiner Tante-Emma-Laden geworden ist. „Und genau das ist es, was wir auch sein wollen“, sagt Cemil Tümkaya. Und damit soll auch die Zeit der Umzüge erledigt sein. Michael Tümkaya ist mit Michael’s Früchte Eck bereits seit 21 Jahren selbstständig und hat mehrere Stationen in Oldenburg und Bad Zwischenahn hinter sich. Im Hintergrund unterstützt noch Vater Abdulmesih Tümkaya (72) die Brüder. Im Januar soll im Früchte Eck noch offiziell die Neueröffnung gefeiert werden.
