Berlin/Oldenburg - Hohe Ehre für das Staatstheater: „Das Haus auf Monkey Island“ von Rebekka Kricheldorf wurde jetzt zu den renommierten Autorentheatertagen – nicht zu verwechseln mit dem Berliner Theatertreffen – am Deutschen Theater in Berlin (24. Mai bis 8. Juni 2019) eingeladen. Damit gehört die Oldenburger Inszenierung von Matthias Kaschig laut der Jury zu den zehn herausragenden Uraufführungen dieser Spielzeit im deutschsprachigen Raum.
Rebekka Kricheldorf nahm die Nachricht über die Einladung mit großer Freude auf: „Ich freue mich natürlich sehr, dass wir mit „Das Haus auf Monkey Island“ zu den Autorentheatertagen nach Berlin eingeladen sind. Die Autorentheatertage sind eines der wichtigsten Festivals für zeitgenössische Dramatik und für mich als Autorin ist es immer ein besonderes Erlebnis, meine Arbeit dort zeigen zu dürfen“.
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Oldenburgs Generalintendant Christian Firmbach sieht in der Einladung eine Ermutigung, sich mit aktuellen und auch außergewöhnlichen Stoffen zu beschäftigen: „Ich freue mich und gratuliere Rebekka Kricheldorf, dem Regieteam sowie unserem Schauspielensemble herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Mein besonderer Dank gilt dem Hanse-Wissenschaftskolleg, das durch sein ‚Writer in Residence‘-Programm so eine gleichermaßen unterhaltsame wie sachlich fundierte theatrale Auseinandersetzung mit diesem komplexen Thema überhaupt erst möglich gemacht hat.“
„Das Haus auf Monkey Island“ ist mit Unterstützung durch das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst entstanden. Die Autorin Rebekka Kricheldorf verbrachte im Rahmen eines Fellowships mehrere Monate als „Writer in Residence“ am HWK.
Das Stück erzählt von vier Wissenschaftlern, zwei Frauen und zwei Männern. Sie sollen auf einer Luxusinsel die ultimative Werbestrategie für In-Vitro-Fleisch entwickeln, also für Fleisch aus dem Labor. Doch das Haus, auf der Bühne von Thea Hoffmann-Axthelm ein abstrakter, weißer drehbarer Kasten, entwickelt ein Eigenleben: Es erfüllt geheimste Wünsche. Sind die vier, die eine Verführungsstrategie entwickeln sollen, am Ende selbst Laboraffen auf Monkey Island?
Regisseur Matthias Kaschig hat das Stück im Kleinen Haus des Staatstheaters in 90 pausenlosen Minuten umgesetzt. Sehr geschickt werden private Biografien und allgemeine Manipulation verknüpft. Das sehenswerte Stück läuft noch im Staatstheater. Karten gibt es unter: 0441/2225111
