Bürgerfelde - Die Masurenstraße ist eigentlich eine ruhige Straße im Herzen von Bürgerfelde, an der zahlreiche Wohnhäuser stehen. Sie verbindet den Johann-Justus-Weg in Verlängerung mit der Siebenbürger Straße mit der Alexanderstraße. Und sie wird deshalb, insbesondere wenn der Berufsverkehr fließt, gern als Durchgangsstraße genutzt.

„Sehr zum Ärger der Anlieger – vor allem der älteren Menschen und der Schulkinder, die auf dem Weg zur Grundschule Babenend sind“, sagt Maike Lübbers. Die 81-Jährige wohnt seit mehr als 40 Jahren an der Masurenstraße und beobachtet die Veränderungen mit Argwohn. Denn die Masurenstraße hat keinen vernünftig ausgebauten Fußweg. Die Passanten haben sich ihren Weg entlang der Gräben hinter den mächtigen Eichen gesucht und gefunden.

Doch dieser Weg gleicht eher einem Trampelpfad, der bei Regen kaum passierbar ist, berichtet die ehemalige Lehrerin an der Orientierungsstufe am Marschweg (1975 bis 2003). Fußgänger – und darunter viele Grundschüler – weichen auf die Straße aus. Neben den vielen Pfützen bereiten auch die zahlreichen Unebenheiten Probleme, die durch die Wurzeln der Eichen aufgeworfen wurden. Das gilt insbesondere wiederum für ältere Menschen, die oftmals auf Rollatoren angewiesen sind, aber auch für Eltern oder Großeltern, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Für Rollstuhlfahrer ist der Weg schlicht unpassierbar.

Trampelpfad statt Gehweg

Trampelpfad statt Gehweg

Zudem parken immer mehr Autos auf den Grünstreifen zwischen den Bäumen, berichtet Lübbers weiter. Poller, die das eigentlich verhindern sollten, seien entfernt worden. Bei der Stadt hat die Seniorin häufiger nachgefragt, eine Reaktion sei bis heute aber ausgeblieben. Ein Problem sei auch, dass die Gräben durch das Eichenlaub verstopft seien und dringend gereinigt werden müssten.

Die Situation ist in dem Stadtteil nicht ohne Beispiel. Heiko Eichbaum hatte vor knapp fünf Jahren für den Johann-Justus-Weg versucht, bei der Stadt den Bau eines Fuß- und Radwegs zu erreichen. Mit dem Vorhaben ist er allerdings gescheitert. Zumindest ist der Trampelpfad dort ein wenig befestigt worden.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg