Cloppenburg - Für seine jahrelangen Verdienste um den Cloppenburger Heimatverein ist Bernd Tabeling am Samstag beim Neujahrsempfang der Stadt Cloppenburg mit dem „Silbernen Löffel“ der Stadt ausgezeichnet worden.
Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese hielt die Laudatio zur Verleihung der Ehrengabe, die seit 1997 vergeben wird, um Persönlichkeiten hervorzuheben, die sich in besonderem Maße um die Stadt Cloppenburg verdient gemacht haben. Es war die 14. Verleihung.
Bernd Tabeling wurde am 20. Januar 1942 in Barßel geboren. Er lebt seit 1978 in Cloppenburg. Sein Job und zugleich seine Leidenschaft waren die Ahlhorner Fischteiche, wo er als Fischwirtschaftsmeister arbeitete. Noch heute gebe er seine Leidenschaft und sein Wissen in Vorträgen über die Geschichte und Entstehung der Fischteiche weiter, sagte Wiese.
Seit 1998 ist Tabeling im Vorstand des Heimatvereins tätig, steht dem Verein seit 2013 als Vorsitzender vor. „Der Heimatverein ist eine feste Größe im Vereinsleben unserer Stadt und trägt mit vielen äußerst beliebten Veranstaltungen zu einem aktiven Vereins- und Stadtleben bei“, führte Wiese aus. Er zählte unter anderem das Silvesterblasen des Blasorchesters Cäcilia Emstek auf, das jüngst rund 3000 Besucher in den Stadtpark gezogen hatte. Auch das Pfingstbaumsetzen am Bernayplatz, die Heimatabende oder das Osterfeuer werden vom Heimatverein in die Hand genommen.
„Heimat zu haben oder auch nur zu definieren ist schwieriger geworden. Dieser Herausforderung stellt sich der Heimatverein. Gemeinsam setzen sich die Mitglieder für die Erhaltung, die Erforschung und die Pflege des heimatlichen Kulturgutes ein und wirken zudem bei der Stadtentwicklung und Landschaftspflege sowie beim Denkmalschutz mit“, umriss der Rathaus-Chef das weite Aufgabengebiet des Vereins.
Besonders sei auch das Gemeinschaftsleben, betonte Wiese. Das bestätigte der Geehrte in seinen Dankesworten. Dankbar zeigte er sich auch für die besondere Ehrung. „Als ich erfahren habe, dass ich die Auszeichnung bekomme, dachte ich: ’Gott oh Gott’. Aber dann habe ich überlegt, dass der Bürgermeister seine Untertanen wohl kennt. Es passt einfach heute“, sagte er auch in Anspielung auf den Festvortrag von Moritz Freiherr Knigge zum Thema Wertschätzung und Miteinander.
Er freue sich über die tolle Gemeinschaft im Heimatverein und über Mitglieder, die mit anpacken. Heimat definiert der Preisträger auch damit, beim Gang durch die Stadt mit anderen ins Gespräch zu kommen. „Das Miteinander reden, eben die Hand geben – das ist Heimat“, so Tabeling.
„Angestoßen“ wurde anschließend mit der hochprozentigen „Rosinensuppe“, die als Löffeltrunk in einer silbernen Trinkschale gereicht wurde und ausgelöffelt werden musste. Gründe zum Anstoßen gibt es für Tabeling in diesem Jahr noch mindestens einen. Der Heimatverein besteht seit 100 Jahren, das wird im September gefeiert.
