Cloppenburg - Nach der NWZ-Berichterstattung über das Bangossi-Holz, auf dem die große Aufschrift „Made in Gabon“ prangte und das für die neue Steganlage nahe des Ambührener Sees verwendet wird, hat sich Leser Fritz Knebel aus Ambühren auf den Weg zur Baustelle gemacht. Er sei am Dienstag dorthin gefahren, um „die berühmten Holzplanken zu sehen“, berichtete Knebel.
„Doch sie waren weg. Stattdessen lag da ein ähnlich aussehender Stapel mit einem nagelneuen Etikett aus Papier mit der Aufschrift: ,Holz aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern’“, schildert der NWZ-Leser nach dem Vor-Ort-Besuch. Noch am Wochenende hatte der ehemalige Ratsherr der Grünen, Fritz Thole, – wie berichtet – an eben jener Stelle einen Holzstapel fotografiert, auf dem die Aufschrift „Made in Gabon“ prangte. Dieser war laut Knebel also am Dienstag nicht mehr da. Wurde das Holz aus Gabun in Windeseile verbaut? Oder wurde es abtransportiert? Wird es nach Gabun zurückgeschickt? Der Ambührener Knebel hatte Fragen über Fragen – die wir der Stadtverwaltung gestellt haben.
Das Holz mit dem Etikett „Holz aus vorbildlich bewirtschafteten Wälder“ habe am Ambührener See auch schon am Wochenende gelegen, erklärt Stadtsprecherin Benita Meyer auf Nachfrage. Und der Grund, warum das Holz mit der weißen Aufschrift nicht mehr an Ort und Stelle liege, sei darin begründet, dass es bereits verbaut sei. Dies zeigt – laut Meyer – auch ein Foto, dass der Bauamtsmitarbeiter Dirk Drücker am Mittwochvormittag an der Baustelle gemacht habe.
Auf dem Bild sind noch Teile des mit einer weißen Aufschrift besprühten Holzes zu erkennen. Das Bongossi-Holz, das aus Afrika stammt und aufgrund seiner Härte für die geplante Steg-Konstruktion ausgewählt wurde, sei zum einen besprüht gewesen, zum anderen seien die weißen Zettel aufgetackert – es handele sich aber um ein und dasselbe Holz, sagte Meyer.
