Cloppenburg - Der geplante neue Frischehof Lüske, der auf einer rund sechs Hektar großen Fläche zwischen der B 68 und der B 213 in Stapelfeld gebaut werden soll, ist am Dienstagabend im städtischen Planungs- und Umweltausschuss detailliert vorgestellt worden.
In dem Gebäudekomplex, der auf rund 15 000 Quadratmetern (qm) entstehen soll, werden unter anderem ein Markt für Nahrungsmittel (800 qm), ein Warmhaus (Zimmerpflanzen, etc., 2257 qm), ein Kundencafé (innen 276 qm, überdachter Außenbereich 439 qm), ein Kalthaus für Beet- und Balkonpflanzen (2647 qm), eine Baumschule (2056 qm) sowie Produktionsgewächshäuser (3957 qm) untergebracht. Darüber hinaus soll es 260 Stellplätze für Autos geben. Die Produktionshallen beim jetzigen Lüske-Standort an der Osnabrücker Straße 49 sollen auch künftig genutzt werden.
Dort betreibt Joachim Lüske mit seiner Frau Elisabeth und seinem Sohn Henning einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Direktvermarktung und einer angeschlossenen Endverkaufsgärtnerei. Das Sortiment setzt sich dabei zum einen aus selbst erzeugten Produkten wie beispielsweise Kohlgemüse, Salaten, Kartoffeln, Tomaten, Gemüsepflanzen, Beet- und Balkonblumen und vielen weiteren Produkten zusammen.
Zum anderen werden zugekauftes Obst und Gemüse angeboten, wobei das regionale Produkt mit kurzem Lieferweg immer den Vorzug erhält. Sowohl im Hofladen als auch im Pflanzenbereich nehmen Saisonprodukte ganzjährig den größten Anteil ein, welche, sofern nicht selbst erzeugt, von regionalen Landwirten und Gärtnern aus der Nachbarschaft bezogen werden.
Zum weiteren Sortiment gehören eine Frischfleischtheke, Brot- und Backwaren, landwirtschaftliche Spezialitäten und Eingemachtes im Hofladen, aber auch eine Floristikabteilung sowie pflanzenbezogene Hartwaren und Bedarfsartikel im Gärtnereibereich. Das Geschäftskonzept der Direktvermarktung von Lebensmitteln und Pflanzen direkt aus eigener Produktion sei so in Deutschland einmalig, man sei „Gärtner und Landwirt“, so die Familie Lüske.
Der aktuelle Standort an der Osnabrücker Straße 49 biete kein Entwicklungspotenzial mehr. Daher solle mit der Umsiedelung an den neuen Standort im Eck B 68/B 213 eine Vergrößerung durch einen Neubau einhergehen. Dieser Standort biete auch eine deutlich bessere Anbindung an die Stadt Cloppenburg und die umliegenden Gemeinden.
Joachim Lüske betonte die Verbundenheit des bereits in der vierten Generation geführten Familienbetriebs mit dem Cloppenburger Ortsteil. „Wir möchten bewusst in Stapelfeld lokalisiert bleiben, da uns die Verbundenheit mit dem Dorf Stapelfeld und den umliegenden Dörfern besonders am Herzen liegt.“
