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Feuerteufel von Cloppenburg gefasst?

12.12.2019

Cloppenburg Seit Anfang des Jahres wütete ein „Feuerteufel“ im Stadtgebiet von Cloppenburg – jetzt konnte die Polizei in ihrer Ermittlungsarbeit einen ersten Erfolg verzeichnen. Ein 37-jähriger Mann aus Cloppenburg und ein 22-jähriger Mann aus Essen (Kreis Cloppenburg) wurden vorläufig festgenommen. Die beiden stehen unter dem dringenden Tatverdacht, für mindestens zehn der insgesamt 30 Brandstiftungen verantwortlich zu sein.

Die Brandserie in Cloppenburg hatte im Frühjahr 2019 begonnen. Bei den Bränden wurden Mülltonnen, Carports, Fahrzeuge und Gebäude schwer beschädigt. Der geschätzte Schaden belaufe sich auf eine halbe Million Euro, schrieb die Polizei in einer Presseerklärung.

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hatte eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt, um dem Täter oder den Tätern das Handwerk zu legen. Unterstützung erhielt die Gruppe zwischenzeitlich von Beamten aus dem gesamten Raum der Polizeidirektion Oldenburg. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg gelang es, die am Dienstag festgenommen Tatverdächtigen zu identifizieren.

Der Tatverdacht umfasst bei den beiden Männern nicht nur Brandstiftungen, sondern auch Sachbeschädigungen und Diebstahlstaten. Hierzu zählen unter anderem auch wiederholte Brandlegungen von Dienstkraftzeugen verschiedener Behörden (Landkreis Cloppenburg und Polizei) und Beschädigungen und Diebstähle von Geschwindigkeitsmessanlagen.

Erschreckend sticht hierbei ein Fall heraus, bei dem im Juli der private Wagen einer Polizeibeamtin an ihrer privaten Anschrift in Brand gesetzt worden ist. Während der Ermittlungen zeichnete sich ab, dass weitere Straftaten gegen Behörden und einzelne Polizeigebäude und Polizeibeamte geplant und konkret vorbereitet worden sind. Am Dienstag erfolgte eine umfangreiche Festnahme- und Durchsuchungsaktion. Spezialkräfte nahmen die beiden Männer vorläufig fest. Eine der beiden Festnahmen erfolgte am Dienstagmorgen im Bereich Cappeln.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen an den jeweiligen Wohnanschriften der Tatverdächtigen wurde Diebesgut und Beweismaterial sichergestellt. Hierunter waren unter anderem mehrere tausend Euro Bargeld, Werkzeuge, pyrotechnische Gegenstände und eine Schreckschusspistole.

Unterstützt wurden die Polizeibeamten von Sprengstoff- und Geldspürhunden. Außerdem erfolgte bereits am 14. November 2019 in Essen ein Polizeitauchereinsatz, der im Kontext der aktuellen Ermittlungen stand. Noch am Dienstag wurden fünf weitere Objekte von Personen im Landkreis Cloppenburg durchsucht, die im Verdacht stehen die beiden Tatverdächtigen zumindest teilweise bei ihren Straftaten unterstützt zu haben.

Auch hier wurden Beweismittel sichergestellt. Die Auswertung und Zuordnung dieser Gegenstände wird weitere Ermittlungen nach sich ziehen. Bislang konnten nicht alle Taten aus den zurückliegenden Brandstiftungen in Verbindung mit den beiden Tatverdächtigen gebracht werden.

Wie die Polizei erklärte, war es meistens auf die „ausgezeichnete Arbeit der Feuerwehren“ zurückzuführen gewesen, dass nie Verletzte zu beklagen waren. Die vollständige Aufklärung dieser Serie, bei der es noch weitere Brandstifter geben könnte, bleibe oberstes Ziel der Inspektion, sagte der Pressesprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Hendrik Ebmeyer.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg ordnete das Amtsgericht Oldenburg noch am Dienstag gegen beide Tatverdächtige die Untersuchungshaft an. Sie wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten verbracht. Zumindest einer der beiden Tatverdächtigen machte Angaben zu seiner Beteiligung an den ihm vorgeworfenen Straftaten.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Termine/Meine Woche
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Tobias Göttler Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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