Cloppenburg - Wegen des Corona-Virus hat das Cloppenburger Gymnasium Liebfrauenschule (ULF) am Donnerstag seine für den 16. bis 23. April geplante Rom-Fahrt abgesagt. Die mehr als 900 Mädchen und Jungen, die das ULF besuchen, sollen nun im Frühherbst in die italienische Hauptstadt reisen, erklärte Schulleiter Andreas Weber. Lediglich vier Schüler wären daheim geblieben.
Weil es in diesem Jahr in Niedersachsen auf Grund der Rückkehr zur allgemeinen Hochschulreife nach 13 Jahren an allgemeinbildenden Gymnasien keine Abiturjahrgänge und keinen Prüfungsstress gibt, wollte das ULF „mit alle Mann“ nach Rom fahren. Um das Gemeinschaftsgefühl an der Schule zu stärken, wie Schulleiter Weber betonte. Dieses Ziel sei nun nicht mehr zu erreichen, wenn besorgte Eltern ein Drittel bis eine Hälfte der Schüler zu Hause behalten wollten. Weber: „Und wir nehmen die Sorgen und Ängste sehr ernst.“ Die Fahrt – so Weber – sei bereits so früh abgesagt worden, weil man bei einer kurzfristigen Absage in den Osterferien wohl kaum alle Eltern und Schüler, aber auch Lehrer erreicht hätte.
Italien ist in Europa das am stärksten von Corona betroffene Land. Die Regierung hat deshalb bis zum 15. März landesweit alle Schulen und Universitäten schließen lassen. Insgesamt hätten sich 3089 Menschen infiziert, gab der Zivilschutz am Mittwoch bekannt. Am Dienstag waren es noch rund 2500. Und auch die Zahl der Toten durch die ausgelöste Krankheit „Covid-19“ hat deutlich zugenommen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 28 neue Opfer. Die Gesamtzahl stieg damit auf 107 (Stand: Mittwoch, 19 Uhr).
