Cloppenburg - Ein klares Ja oder Nein will Hanns-Georg Heyng am kommenden Montag in der Cloppenburger Ratssitzung in Bezug auf seine geplante Gastronomie am Surfsee in Cloppenburg hören. Der Investor aus Vechta verliert nach vier Jahren im Entscheidungsprozess so langsam die Geduld. „Diese Hinhalterei ist furchtbar. Eigentlich wollten wir seit zwei Jahren drin sein. Wenn das Projekt jetzt nicht durchgeht, wird es scheitern. Das habe ich der Stadt auch ganz klar so gesagt“, sagt Heyng, der unter anderem auch das „Holla die Waldfee“ oder das „Kaponier“ in Vechta betreibt.
Idealer Standort
Schon seit langem suchte Heyng nach einem geeigneten Gastronomie-Standort in Cloppenburg, in dem es – ähnlich wie im „Holla die Waldfee“ – gut bürgerliches Essen und auch Platz für Events geben soll. Es sei weder eine Disco noch ein Saalbetrieb geplant, kritisiert der mögliche Investor die Debatte um den Lärmschutz. Wie berichtet, will die Stadtverwaltung bei dem Bauvorhaben bislang nur einen Betrieb der Außengastronomie bis 22 Uhr erlauben. Ein Gutachter soll in der Ratssitzung am Montag nun Rede und Antwort stehen. Dieser hatte nach NWZ-Informationen bereits im Verwaltungsausschuss am 25. November erklärt, dass unter gewissen Voraussetzungen auch eine Öffnung über 22 Uhr hinaus möglich sei.
Heyng hat nach eigenen Angaben am Anfang seiner Planungen nur positiven Zuspruch seitens der Verwaltung bekommen. Und auch die Politik zeigte sich dem Projekt gegenüber offen. Dann sei der Lärmschutz zunächst in Bezug auf ab- und anfahrende Autos aufgekommen. Die Planung wurde dahingehend verändert und der Parkplatz extra umgeplant, sagt der Gastronomie-Experte.
Dann sei irgendwann vom generellen Lärmschutz die Rede gewesen. Eine Außengastronomie bis 22 Uhr kommt für den Vechtaer nicht infrage. Ein neues Schallgutachten mache laut Heyng jetzt aber einen Betrieb bis 23 Uhr möglich – unter bestimmten Auflagen, die aber erfüllt werden können. „Wir wollen ja auch Rechtssicherheit. Uns ist es außerdem wichtig, keine Probleme mit den Nachbarn zu haben. Wenn die Gesetzeslage sagt, dass es nicht geht, dann geht es nicht. Es muss aber endlich eine Entscheidung her“, sagt Heyng.
Der Investor plant ein Ausflugslokal, in dem sich die Gäste „wohlfühlen und Spaß haben sollen“. Insgesamt soll in dem Lokal Platz für 300 Leute sein. Geplant ist, dass der Raum teilbar ist und so beispielsweise auch Hochzeiten in einem Teil der Gastronomie gefeiert werden können. „Die jungen Leute wollen nicht mehr in einem Saal feiern, die wollen was anderes erleben“, ist sich Heyng sicher.
Kamin und Seeblick
Ein Kamin und der Blick aufs Wasser sollen die Location zu etwas Besonderem machen, wünscht sich der Gastronom und Unternehmer. „Ein Besuch soll wie ein Kurzurlaub in Cloppenburg sein. Hier sollen die Menschen die Seele baumeln lassen können. Ich bin überzeugt, dass das Lokal für Cloppenburg eine Bereicherung ist.“ Sollten die Planungen nun wie vorgesehen weiterlaufen, könnte die Gastronomie am Surfsee frühestens im Sommer 2021 öffnen.
