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nordwest-zeitung

Kriminalstatistik Für Cloppenburg Und Vechta 13 338 Straftaten gab es 2019 in Südoldenburg

Cloppenburg/Vechta - 13 338 Straftaten sind im vergangenen Jahr in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta verübt worden. 2018 waren es noch 12 972. „Einen neuen Tiefstand bei den Fallzahlen haben wir 2019 nur knapp verpasst. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der Bevölkerungszahlen im Oldenburger Münsterland können wir dennoch zufrieden sein“, kommentierte der Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Andreas Sagehorn, den Anstieg um 2,82 Prozent. Landesweit war die Zahl der Straftaten fast gleich geblieben, im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg sank sie sogar um 2,9 Prozent.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, im Oldenburger Münsterland Opfer einer Straftat zu werden?

Gering. Im Oldenburger Münsterland leben auf 2234 Quadratkilometern 310 946 Menschen. In der Statistik, welche beschreibt, wie viele Straftaten auf jeweils 100 000 Einwohner anfallen, landete der Kreis Cloppenburg landesweit auf Platz vier mit 4054 Taten (2018: Platz 2 mit 3865 Taten) und der Kreis Vechta auf Rang 7 mit 4569 Taten (2018: Rang 8 mit 4611 Taten).

Wie hat sich die Aufklärungsquote entwickelt?

Trotz der leicht angestiegenen Fallzahlen insgesamt sei es gelungen, die konstant hohe Aufklärungsquote nicht nur zu halten, sondern sogar zu steigern, führte Markus Scharf, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, an. Lag die Aufklärungsquote 2015 noch bei 59,06 Prozent, konnte sie bis 2018 kontinuierlich auf 62,44 Prozent gesteigert werden. 2019 erhöhte sich diese nochmals auf 62,60 Prozent.

Auf die Gesamtzahl der Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion entfallen mit 34,03 Prozent (2018: 35,08 Prozent) die meisten Taten in den Bereich der Diebstahlsdelikte. An zweiter Stelle kommen mit 19,13 Prozent (2018: 18,69 Prozent) die sonstigen Straftaten, unter die beispielsweise Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Hausfriedensbruch fallen. Es folgen mit 18,83 Prozent (2018: 18.89 Prozent) die Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie mit 17,11 Prozent (2018: 16,67 Prozent) die Rohheitsdelikte wie beispielsweise Körperverletzung, Raub, Bedrohung oder Nötigung. Die Entwicklung dieser Delikte ist in dieser Grafik zu sehen.

Warum gibt es weniger Wohnungseinbrüche?

Ein leichter Anstieg um 31 Taten wurde im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls festgestellt: In 2019 kam es zu 224 Fällen (2018: 193 Fälle). Hiervon blieben 85 Taten (2018: 62 Taten) im Versuchsstadium stecken. Das bedeutet eine Steigerung der gescheiterten Einbrüche auf 37,95 Prozent (2018: 32,12 Prozent). „Die Steigerung im Bereich der gescheiterten Einbrüche zeigt, dass das präventive Beratungsangebot der Polizei fruchtet und die Menschen ihre Häuser immer besser gegen solche Taten schützen“, schlussfolgerte Scharf. Außerdem konnte die Aufklärungsquote in diesem Bereich um 4,92 Prozent gesteigert werden.

Bei den Rohheitsdelikten hat die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta einen Anstieg zu verzeichnen. Im Jahr 2019 kam es zu 2282 Taten in diesem Bereich (2018: 2162 Taten). Dies entspricht einer Steigerung um 120 Taten. Erfreulicherweise liegt die Aufklärungsquote mit 92,11 Prozent (2018: 92,04 Prozent) weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Anzahl der Cybercrime-Delikte (Internet-/Computerkriminalität) ist mit 921 Taten im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen (2018: 890). Dies entspricht einem Anstieg um 31 Taten. Die Aufklärungsquote liegt mit 85,45 Prozent auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2018 (85,28 Prozent). Insgesamt ist in diesem Deliktsfeld aufgrund des noch immer sehr geringen Anzeigeverhaltens und zahlreicher Tatorte im Ausland von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.

Wie lassen sich die Tatverdächtigen einordnen?

Im Jahr 2019 wurden bei der PI Cloppenburg/Vechta 6633 Tatverdächtige ermittelt (2018: 6406). Bei 2011 Tatverdächtigen hat es sich um Nichtdeutsche gehandelt. Dies entspricht einem Anteil von 30,32 Prozent (2018: 29,52 Prozent). Unter den Tatverdächtigen waren 242 Kinder (2018: 242) und 696 Jugendliche (2018: 608). 887 aller Tatverdächtigen standen bei der Tatausführung unter Alkoholeinfluss. Dies entspricht einem Anteil von 13,37 Prozent (2018: 13,85 Prozent

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland
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