Driefel - Tolle Aufnahmen sind dem Zeteler Hartmut Nowack jetzt gelungen: Er hat die beiden Weißstörche auf ihrem Horst in Driefel vor die Linse bekommen. Die Störche sind schon früh wieder aus ihrem Winterquartier in Afrika zurückgekehrt und haben ihren Horst auf dem Grundstück von Heinz-Hermann Oetjen in Driefel bezogen.
Schon dessen Vater hatte vor 20 Jahren den Mast aufgestellt und mit dem Horstbau begonnen, doch so richtig ist er nie fertig geworden. Bis sich Heinz-Hermann Oetjen vor drei Jahren dran gemacht und das Storchennest aufwendig hergerichtet hat. Schon im darauffolgenden Jahr, 2018, nahm ein Storchenpaar den Horst an. „Es war das erste Mal nach 50 Jahren, dass wieder Störche in Driefel gebrütet haben“, sagt der 51-Jährige. Die Störche hatten vor zwei Jahren zwar drei Junge bekommen, allerdings sind die Küken den Krähen zum Opfer gefallen. Auch 2019 hatten die Störche wieder das Nest bezogen. Und jetzt sind sie zum dritten Mal in Driefel. Storchenpaare bleiben ihrem Horst oft über Jahrzehnte treu, daher ist es anzunehmen, dass es sich jedes Jahr um ein und dasselbe Paar handelt.
Die Störche waren im Oktober Richtung Afrika gezogen, um dort ihr Winterquartier zu beziehen. Doch schon Mitte Januar waren sie wieder zurück in Driefel. Heinz-Hermann Oetjen hatte noch gar nicht mit ihnen gerechnet und ist gar nicht mehr dazu gekommen, den Horst sauber zu machen. Er vermutet, dass ihre frühe Rückkehr aus Afrika mit dem milden Winter zusammenhängt, der den Zugrhythmus der Tiere durcheinanderbringt.
Die Brutzeit der Störche erstreckt sich von Anfang April bis Anfang August. Dann können die Zeteler auf Storchennachwuchs hoffen.
