Friesoythe - Es gibt Stellen in Friesoythe, die haben sich seit Jahrzehnten kaum verändert. Dann wiederum gibt es Stellen, die im Gegensatz zu früher kaum wiederzuerkennen sind. Die Bilder des Hobbyfotografen Detlef Fischer (68) aus Kiel geben da ein paar passende Beispiele. Der gebürtige Friesoyther hat in den 1960er und 1970er Jahren Fotos seiner Heimatstadt geschossen und diese der NWZ zur Verfügung gestellt.
Nahezu unverändert geblieben ist der Ortskern (Bild 1). Sogar das kleine Flachdachgebäude, in dem damals der Kiosk Dindas und ein Imbiss untergebracht waren, steht noch heute. Darin befindet sich seit 2014 die Kneipe „Stadtmitte“.
Dass die Böseler Straße einmal direkt vor dem Blumenhaus Wreesmann auf den Grünen Hof mündete (Bild 2), ist schon fast in Vergessenheit geraten. Der Straßenverlauf wurde später weiter stadtauswärts verlegt, dorthin, wo sich jetzt der Kreisel Grüner Hof befindet.
Bild 1: Der Kreuzungsbereich in der Innenstadt hat sich im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert. Markant waren damals der Kiosk Dindas und der Imbiss. In dem Gebäude ist heute die Kneipe „Stadtmitte“ untergebracht.
Detlef Fischer
Bild 4: Die Bäckerei Wewer an der Moorstraße im Jahr 1976. Das Bäckereigeschäft gibt es noch heute, nur der Name hat sich in Frerker verändert.
Bild 5: Ein Blick von der Kirchstraße zur Bahnhofstraße. Rechts ist ein Teil der „Rampe“ zu sehen, dahinter Lagerhallen (heute Rad Frerichs und EP:Plaggenborg).
Bild 2: Im Hintergrund ist die Michaeliskirche zu sehen. Die Auffahrt zur Böseler Straße befand sich direkt gegenüber dem Blumenhaus Wreesmann. Bild 3: Der Blick auf das – nicht mehr vorhandene – Bahnhofsgelände.
Kaum zu glauben, dass in Friesoythe früher regelmäßig Güter- und Personenzüge verkehrten und es einen Bahnhof gab (Bild 3). Auf dem Foto ist auf der linken Seite sogar noch teilweise der alte Luftschutzbunker zu erkennen. Das ganze Areal hat mit dem Europaplatz, der Europastraße und vielen Gewerbeansiedlungen längst ein neues Gesicht. An die glorreichen Zeiten der Bahn erinnert bis auf den Wasserturm eigentlich nichts mehr.
Die Bäckerei Wewer an der Ecke Kirchstraße/Gerichtsstraße ist eines der Traditionsgeschäfte der Stadt (Bild 4). Damals gab es dort aber nicht nur Backwaren und ein Café, es gab auch einen kleinen Edeka-Supermarkt. Der ist allerdings Geschichte. Vor einigen Jahren hat die Bäckerei Frerker das Café übernommen.
Es ist wohl der bekannteste „Schleichweg“ in Friesoythe. Der Fußweg von der Kirchstraße in Richtung Bahnhofstraße – zwischen Mode Berssenbrügge und der Kneipe „Rampe“ (Bild 5). Dahinter gab es einen Landhandel. Die „Rampe“ und die Lagerhallen wurden abgerissen. An dieser Stelle befinden sich heute das Fahrradgeschäft Frerichs sowie die Läden EP-Plaggenborg und Rossmann.
