Friesoythe - Das Leben besser genießen, sich seiner Wünsche bewusst werden, sich mit den eigenen Ansichten zum Leben beschäftigen: Das lernen Teilnehmende im Kurs für ehrenamtliche Hospizbegleitung, den der Malteser Hospizdienst zusammen mit dem Bildungswerk Friesoythe ab Februar anbietet.

5000 Euro für den Mobilen Einkaufswagen der Malteser

Neuer Geldsegen für das Projekt des mobilen Einkaufswagens des Malteser Hilfsdienstes in Friesoythe. Die Gesinas-Stiftung mit Sitz in Bösel spendet dem neuen Einkaufs-Fahrdienst für Senioren 5000 Euro. Bereits am Donnerstag findet die erste Fahrt statt. Anmeldungen sind noch unter t  0800/3730700 möglich.

Die Gesinas-Stiftung ist seit 2013 international tätig und setzt sich für sauberes Wasser in armen Länder wie Thailand und Nepal ein. Dabei werden zum Beispiel Wasserfilter eingesetzt. Gleichzeitig sollen lokale Projekte wie zum Beispiel der Mobile Einkaufswagen unterstützt werden.

Sterbebegleitung und das Leben genießen – wie passt das zusammen? „In dem Kurs geht es erst einmal darum, ein Bewusstsein für die eigene Lebenseinstellung zu entwickeln. Er soll die Angst vor dem Thema Sterben nehmen“, sagt Marlies Steenken, die den Kurs leiten wird.

Steenken ist stellvertretende Leiterin der Hospizkoordination der Friesoyther Malteser und seit 15 Jahren selbst Hospizbegleiterin. Sie sagt, Sterbebegleitung habe es ja immer schon gegeben, nur eben unter anderen Bedingungen: Drei-Generationen-Häuser sind heute selten, dennoch möchten die meisten Menschen in den eigenen vier Wänden sterben. Hospizbegleiter tragen dazu bei, diesen Wunsch zu erfüllen. Sie helfen, die letzte Lebensphase von Sterbenden „so gut wie möglich zu gestalten, damit diese gut aus dem Leben gehen können“, sagt Steenken. Sprich: Sterbende gut versorgen, letzte Wünsche erfüllen, Sicherheit vermitteln Angehörige entlasten und auffangen.

Zu einer guten Begleitung gehören laut Steenken vor allem drei Dinge: „Da sein, Zeit haben, unterstützen“. Die Aufmerksamkeit voll auf die Sterbenden zu richten und sich selbst demütig zurückzuziehen, könne sehr erfüllend sein. Doch die Hospizarbeit sei nicht für jeden geeignet, sagt Steenken. Immerhin komme man immer in schwierige Situationen, auf die man sich gut vorbereiten müsse. „Den Kurs machen kann jeder“, sagt sie. Ob man danach tatsächlich ehrenamtlich als Hospizbegleiterin arbeitet, stehe auf einem anderen Blatt. „Im Kurs lernt man, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Erst dann weiß ich, worauf ich mich einlasse und kann vielleicht ein wenig verstehen, wie es Sterbenden geht.“

 Der Kurs beginnt mit einem Wochenende (Freitag, 21., bis Sonntag, 23. Februar) in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes im MVZ, 4. Etage, St.-Marien-Straße 3, in Friesoythe. Weiter geht es bis Anfang Juli dienstags, 17.30 bis 21.15 Uhr. Inhalte sind unter anderem: Hospizgeschichte, eigene Bedürfnisse, Umgang mit Verlusterfahrungen, Kommunikation mit Sterbenden und Angehörigen, eigene Kraftquellen und Grenzen erkennen. Anmeldung: t  04491/93300 oder: