Ganderkesee/Delmenhorst - In die Ermittlungen zum Fall der Kampfhündin Betty, die im September schwer misshandelt an der B 212 bei Bookholzberg gefunden worden sein soll, ist Bewegung gekommen: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg geht davon aus, den letzten Halter des Tiers gefunden zu haben. Verdächtigt wird ein 30-jähriger Mann aus der Gemeinde Ganderkesee, der gegen das Tierschutzgesetz verstoßen haben soll, was eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren bedeuten kann. Auch gegen seine 25-jährige Lebensgefährtin wird ermittelt.Bei dem Paar soll es sich auch um die Personen handeln, die „Betty“ im September letzten Jahres in der Delmenhorster Tierarztpraxis Hoffmann abgeben haben. Damals hatten sie behauptet, die Hündin in ihrem schlechten Zustand am Straßenrand gefunden zu haben.

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Wie genau Betty zu ihren schwerwiegenden Verletzungen gekommen ist, bleibt vorerst unklar. Das zehn Jahre alte Tier wies bei der Eingangsuntersuchung viele Bisswunden und Frakturen auf und wurde offenbar jahrelang als „Gebärmaschine“ benutzt.

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Laut Pressesprecher Thorsten Stein will die Staatsanwaltschaft die Ursachen der Verletzungen jetzt durch das Gutachten eines Sachverständigen klären. Geplant ist zudem die Befragung weiterer Zeugen. Die Beschuldigten haben sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert, wie Stein mitteilte. Auf die Spur des Paares kamen die Ermittler durch Hinweise aus der Bevölkerung und der Tierärztin Dr. Angelika Hoffmann sowie die Auswertung von Mobilfunkdaten. Bereits im September hatte es in dem Zusammenhang eine Hausdurchsuchung in Ganderkesee gegeben.

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Arne Haschen
Arne Haschen Digitalteam Wesermarsch