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NWZonline.de Plus Hafen und Schiffe

Bekommt Lürssen aus Bremen den Zuschlag?

10.08.2019

Elsfleth /Bremen Für die insolvente Elsflether Werft aus der Wesermarsch gibt es mehrere Interessenten. Das bestätigte Cord Schellenberg, Pressesprecher der Werft, auf Anfrage unserer Redaktion. Der Gläubigerausschuss habe beschlossen, mit allen Bietern zu verhandeln. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es sich bei den möglichen Käufern um die Fassmer-Werft aus Berne, Abeking und Rasmussen aus Lemwerder und die Lürssen-Werft aus Bremen handeln. Diese drei sollen bis zum Ablauf der Bieterfrist Ende Juli ein Angebot abgegeben haben. Nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag soll Lürssen den Zuschlag für die Elsflether Werft bekommen haben.

Zukunft der Gorch Fock

Der NWZ liegt dafür keine Bestätigung vor. Weder Lürssen noch Vertreter der Elsflether Werft wollten sich am Freitagnachmittag mit Hinweis auf die Vertraulichkeit des Gläubigerausschusses zu dem Bericht äußern. Nach dem RND-Bericht soll der Kaufpreis im einstelligen Millionenbereich liegen. Der Vertrag soll Ende August unterzeichnet werden. Auch heißt es, dass die mehr als 100 Mitarbeiter der Elsflether Werft vollständig von Lürssen übernommen werden sollen.

Erhält einer der Interessenten den Zuschlag für die Elsflether Werft, würde er auch die Verantwortung für die Sanierung des Bundeswehr-Segelschulschiffes „Gorch Fock“ übernehmen. Derzeit liegt das Schiff in der Fassmer-Werft in Berne, zuständig für seine Sanierung ist aber weiterhin die Elsflether Werft. Laut Schellenberg wird die „Gorch Fock“ in Berne zurzeit mit einem Schutzanstrich lackiert. Ein weißer Anstrich soll folgen, Leitungen sollen verlegt werden, als Letztes sollen voraussichtlich im September die Masten gesetzt werden.

Kosten explodiert

Der Traditionssegler der Bundesmarine war in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Kosten für die Sanierung explodiert waren. Statt der geplanten 10 Millionen Euro sollen sich die Gesamtkosten am Ende auf 135 Millionen Euro belaufen. Ende Februar dieses Jahres hatte die Werft Insolvenz angemeldet. Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe hatte das Unternehmen nicht begleichen können. Der Aufsichtsrat und Vorstand wurden abberufen, ein neuer Vorstand wurde eingesetzt. Gegen die frühere Geschäftsführung der Werft wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Sie soll Millionen Euro in ein undurchsichtiges Firmengeflecht geleitet haben.

SPEZIAL: Lesen Sie hier alle Berichte zum „Gorch Fock“-Skandal

Wie geht es nun weiter mit der „Gorch Fock“? Bis die Masten gesetzt werden, liegt das Schiff bei Fassmer. Danach könnten neue Aufträge für die Sanierungsarbeiten vergeben werden. Die Innenausstattung der „Gorch Fock“ könnte an einem Liegeplatz in Brake erfolgen.

Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
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